Archiv der Kategorie: Global

Systeme, nicht Dinge

ImageFoto: Daily Grind Photography

Aus dem Artikel von Rex Weyler, Greenpeace:

One strength of the human species is our acute ability to learn. Our society appears steeped in denial, but we can learn from our ecological mistakes. Our “solutions” to the challenges of ecology on a crowded planet have not yet been successful. “We’re winning a lot of battles,” Greenpeace Executive Director Kumi Naidoo said at the 40th anniversary of Greenpeace, “but we’re still losing the war.” Sadly, this is true. Every day, our planet is poorer, with less forests, less species, less fresh water and arable soil, and more desserts, more toxins, and more CO2 in the atmosphere. To reverse this, we need to learn about the systems in which we live.

A recent ad campaign from International Business Machines (IBM) imagines innovations to create “a smarter planet.” But Nature has news for IBM. The planet is already far smarter than any human engineer. We cannot manage Nature. Rather, we need to apprentice ourselves to Nature, to learn how Nature solves dilemmas and sorts out imbalances.

For every species other than humans, the biggest environmental issue on Earth is Humanity. If we don’t change our ways, seriously and thoroughly change, then nature will eventually leave us behind and carry on without us.

Danke für Link, Dominik.

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Klimapräsident Nasheed in Berlin: „Those last two lines cloud the facts“

Der maledivische Präsident Mohamed Nasheed kam nach Merkel-Besuch heute früh an die FU Berlin. Weltweit bekannt wurde Nasheed durch die erste Parlamentssitzung unter Wasser, mit der er medientauglich auf die Folgen des Klimawandels hinwies. Der kleine Staatschefs eines kleinen Inselstaates zeigte sich als ein seltener Aktivist an der Staatsspitze. Eindringlich regte sich Nasheed über den „E-Mail Leak“ kurz vor den Klimaverhandlungen in Kopenhagen im Dezember 09 auf – scheinbar gezielt vor dem Gipfel platziert, gelangten E-Mails von Wissenschaftlern des IPCC an die Öffentlichkeit, die Uneinigkeit über das Klimathema suggerierten und von der Presse stark aufgebauscht wurden.

„The science is straight“, bekräftigte Nasheed, dass einige Unstimmigkeiten in E-Mails nicht das insgesamt warnende Ergebnis des Klimaberichts unterminieren könnten. „Where is the investigative journalism to reveal this conspiracy?“, sandte Nasheed auch eine Kritik an die Medien. Wenn Journalisten heute von seinem Auftritt in Berlin berichten würden, würde es in den letzten zwei Zeilen wieder beiläufig um den Mailskandal gehen, „and those two lines cloud the facts“ – diese zwei Zeilen säen die Zweifel im unbescholtenen Bürger.

In spätestens zehn Jahren wollen die Malediven klimaneutral wirtschaften und somit ein Beispiel setzen, das sich eine grün orientierte Wirtschaft ebenso rentieren kann. Als Kernproblematik der bislang gescheiterten Klimaverhandlungen machte Nasheed das Mißtrauen von Entwicklungsstaaten ggü. Industriestaaten aus. „Developing countries must no longer think that the industrialized nations want to halt their development using the climate argument – we have to move on from the past“. Der UN-Prozess müsse radikal vereinfacht werden, damit die Substanz wieder in den Vordergrund treten könne. Ein Lob schließlich für unsere Kanzlerin: „Angela was the only head of state [from the industrialized nations] in Copenhagen that stood on the side of the island states.“

Der Mann, den sie Frisur nannten

Vielen Dank an Carmen für dieses und viele weitere Fotos vom Nest

Sinkende Besucherzahlen auf dem Blog, stagnierende Follower bei Twitter, es ist Zeit, mal wieder was hören zu lassen. Die Zeiten sind besonders. Am 6. Februar werde ich 30 Jahre alt, doch von telefonischen Glückwünschen rate ich ab, denn ich setze mich nach Südafrika ab. Mit Dame im Gepäck habe ich nun kurz vor Toresschluss den Kontinentalsprung geschafft, was einen gewissen Stolz, gehörige Vorfreude und Spannung erzeugt. Zurück lasse ich eine kleine Agentur, die bereits Großes geleistet hat und noch nicht mal ein Jahr alt ist – ich bin stolz auf euch!

So kurz vor 30 werden die Dinge langsam etwas klarer. Ich lese fürchterlich links klingende Bücher und Stück für Stück entsteht ein Bild von einer Welt geprägt von Globalisierung, Klimawandel, struktureller Ungerechtigkeit, politischem Versagen auf breiter Front. Das ist jetzt keine wütende Ansage, sondern lässt sich nachlesen. Ich möchte in diesem Jahr weiter darüber informieren und mich auch engagieren, wenn möglich natürlich per Aufträgen, sodass wir auch unser Unternehmen weiter voran bringen können. Denn, das sei nochmal erwähnt, Nest will am (öko)sozialen Wandel mitgestalten, also für Kunden schaffen & machen, die unsere Welt besser machen. Die zwei häufigsten Fragen dabei: „Was macht ihr eigentlich genau?“ dicht gefolgt von „Und womit verdient ihr euer Geld?“. Zu 1): NGOs und nachhaltige Unternehmen beraten, wie sie das Web 2.0 für sich nutzen können. 2010 bewegen wir uns außerdem stärker in Richtung Events & Kampagnen. Zu 2): Genau damit. Es geht. Spaß, Sinn & ein gediegenes Einkommen sind möglich. News!

Es wäre eigentlich an der Zeit für den großen Rückblick, aber dazu fehlt wohl gerade Ruhe und Muße. Kurz gefasst: Ich bin glücklich und dankbar für sehr Vieles und für sehr Viele und werde heute wohl mal ein Buch lesen. Montag, Dienstag geschäftliches abhandeln, am Mittwoch geht es über Düsseldorf und Dubai nach Kapstadt. Da lässt sich nicht meckern. Macht es gut und bis Ende Februar, zurück in shabby-chic Berlin.

Fressen und vergessen werden

Auf der Grünen Woche in Berlin wird derzeit geschlemmt, getrunken und gute Laune gemacht. Die industrielle Lanfwirtschaft gibt das Motto vor: Aus weniger Boden immer mehr rausholen, denn die Weltbevölkerung wächst und will ernährt werden. Im letzten Jahr durfte ein BASF-Vorstand schamlos die Notwendigkeit der Gentechnik präsentieren – dass aus der Erde nicht mehr rauszuquetschen ist, als sie auf natürliche Weise nachbilden kann, dieser einfache Fakt scheint den Agrarlobbyisten fern. Themen die ebenfalls ungern angesprochen werden: Die Monopolisierung von Saatgut oder Subventionen auf industrielle Nahrungsmittel, die Bauern etwa in Afrika keine Chance auf fairen Wettbewerb und Einkommen lassen. Es lohnt sich die Fakten des aktuellen Weltagrarberichts gegenzulesen – ein Auszug:

In Kalorien ausgedrückt, ernten Landwirte heute weltweit etwa ein Drittel mehr, als für die ausreichende Versorgung aller Menschen notwendig wäre. Während sich in den vergangenen vierzig Jahren die Weltbevölkerung auf etwa 6,6 Milliarden Menschen verdoppelte, stieg die Produktion der Landwirtschaft im gleichen Zeitraum auf etwa das Zweieinhalbfache. Ein wachsender Anteil dieser Produktion dient allerdings nicht mehr der menschlichen Ernährung, sondern wird als Tierfutter, Treibstoff und für andere industrielle Zwecke eingesetzt. Zwischen 1970 und 2007 sank der Anteil der Unterernährten an der Bevölke- rung in den meisten Ländern; zunächst schnell, dann immer langsamer. Seit Mitte der neunziger Jahre steigt ihre absolute Zahl wieder an, nach den Preisexplosionen auf dem Weltagrarmarkt 2007/2008 auch ihr prozentualer Anteil an der Weltbevölkerung. Heute hungert fast jeder sechste Erdenbürger. Seit sich 1996 die Staatschefs auf dem Welternährungs-Gipfel feierlich verpflichteten, die Zahl der Hungernden bis 2015 um 415 Millionen zu senken, stieg diese stattdessen um weitere 200 Millionen auf über eine Milliarde.

Das Nest wird sich kommenden Freitag auf der Greenwash Woche umschauen und in katastrophensicheren Anzügen ein paar Korrekturen vornehmen. Außerdem präsentieren wir eine Weltneuheit: CCS!

„Cow, Capture & Storage“

Der Hebel (Post #100)

Was ist dein Hebel für eine nachhaltige Welt? Video einsenden und bei der Utopia-Konferenz im November dabei sein:

Utopia zeigt und feiert die zehn interessantesten, ungewöhnlichsten, schönsten und wichtigsten persönlichen Hebel unserer Utopisten im Video auf der diesjährigen Utopia-Konferenz in Berlin. Und die zehn Gewinner des Video-Wettbewerbes werden stellvertretend für die gesamte Utopia Community nach Berlin eingeladen.

Das diesjährige Thema der Utopia Konferenz „Roadmap for the next 10 years – die größten Hebel für den Wandel“ ist zugleich die Vorgabe für den Inhalt des Videos. Was glauben Sie persönlich, was der größte Hebel für eine nachhaltige Entwicklung ist? Was bewegt wirklich etwas?

Ban Ki Moon sagt:

(Excerpt from speech on 11 August to Global Environment Forum, S. Korea)
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If we fail to act, climate change will intensify droughts, floods and other natural disasters.

Water shortages will affect hundreds of millions of people. Malnutrition will engulf large parts of the developing world. Tensions will worsen. Social unrest – even violence – could follow.

The damage to national economies will be enormous. The human suffering will be incalculable.

We have the power to change course. But we must do it now.

We have just four months. Four months to secure the future of our planet.
Any agreement must be fair, effective, equitable and comprehensive, and based on science. And it must help vulnerable nations adapt to climate change.

Ladies and gentlemen,

The science is clear. We know what to do and we know how to do it. Songdo shows us the way.

What is needed is the political will. We have the capacity. We have finance. We have the technology. The largest lacking is political will. That is why I will convey some meetings focused on climate change.

Awareness is the first step. The challenge now is to act.

Since my first day as Secretary-General, I have spoken out about the grave climate change threat.

My words, at times, have been blunt.

But leaders have agreed to cut green house gas emissions by 80 per cent by 2050. That is welcomed again. But that must be accompanied by the ambitious mid-term target by 2020 as science tells us to do. There I said, while I applaud their commitment, that is not enough.

There are four points [of] very important key political issues.

First industrialized countries must lead by committing to binding mid-term reduction targets on the order of 25 to 40 per cent below 1990 levels.

Second, developing countries need to take nationally appropriate mitigation actions in order to reduce the growth in their emissions substantially below business as usual.

Their actions must be measurable, reportable and verifiable.

Third, developed countries must provide sufficient, measurable, reportable and verifiable financial and technological support to developing countries.

This will allow developing countries to pursue their mitigation efforts as part of their sustainable green growth strategies and to adapt to accelerating climate impacts.

Developing countries, especially the most vulnerable, will collectively need billions of dollars in public financing for adaptation.

Fourth, we need an equitable and accountable mechanism for distributing these financial and technological resources, taking into account the views of all countries in decision-making.

Accomplishing all of this requires tough decisions. It will take flexibility and hard work to negotiate the most difficult issues.

Trust between developed and developing countries is essential.

When governments succeed in sealing a deal in Copenhagen, we will have shown the spirit of international solidarity. We will have shown leadership – political will.

Today, we need to turn a different tide – the tide of climate change. We need bold “outside of the box” thinking.

We need your support and cooperation.

You can shape the international debate and influence important decisions.

You can encourage countries to work together.

Together, we truly can turn the tide, once again.

I need your support, your commitment, and your leadership.

Thank you very much.

Betr.: Rettung der Erde

Liebe Mitmenschen,

wir haben ein Problem. Es ist groß und heißt Klimawandel. Für alle, die sich bislang sagten „Ich allein kann doch nix ausrichten“ gibt es jetzt keine Ausreden mehr. Sondern:

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Tue Folgendes JETZT:

  • Registrieren und mitmachen
  • Bloggen, Twittern, Newslettern über diese Aktion
  • Netzwerke und engagierte Menschen ansprechen

Warum ist diese Aktion so wichtig?

Erste Folgen der globalen Erwärmung sind bereits in reichen Industrienationen wie Deutschland zu spüren – für die Entwicklungsländer bedeutet der Klimawandel schon heute eine Katastrophe! Dürren, Stürme und Überschwemmungen töten Menschen, zwingen sie zur Flucht und verschärfen ohnehin prekäre Lebensbedingungen. Der auf fossilen Brennstoffen basierende Energiehunger der reichen und aufstrebenden Länder bedroht die Sicherheit von Milliarden.

In 100 Tagen werden wir wissen, ob die Staatenlenker der Welt ihrer Verantwortung für die Menschheit gerecht werden. In 100 Tagen muss beim UN-Klimagipfel in Kopenhagen ein Abkommen stehen, das ehrgeizig, verbindlich und gerecht dieser ersten globalen Bedrohung begegnet.

Was tun die Klimahelden?

In den kommenden 100 Tagen dürfen wir, die Bürger, keine Zeit verlieren. Mit Mut und Macht müssen wir den Politikern zeigen, das wir beim Klimaschutz auf sie zählen. Dazu ruft Oxfam die Aktion „100 Tage Klimahelden“ aus, um gemeinsam den Druck auf die Bundesregierung zu erhöhen. Klimahelden protestieren, schicken Briefe und Faxe und stellen Politiker in der Öffentlichkeit. Sie erinnern kreativ und engagiert an die dringende Notwendigkeit zum Handeln.

Held/in werden ist ganz einfach: Registrier dich auf www.oxfamklimahelden.de und mach mit!

Dazu auch die Ubercampaign aller großen und kleinen NGOs:

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