Archiv der Kategorie: Gewünscht

Komm doch, 2011!

EINS

Nestchef Ole ist in Sierra Leone, es geht natürlich nicht ohne Hilfsprojekt ab. Hier Kleinkredite an Unternehmerinnen vergeben.

ZWEI

Dieses Jahr sieben Landtagswahlen in Deutschland – Zeit für den Wechsel. Wir unterstützen die Grünen und Renate Künast in Berlin.

DREI

Es werde re:campaign. Am 16. und 17. April steigt unsere zweite Konferenz für Online-Campaigning veranstaltet mit Oxfam, newthinking und der Socialbar. Tickets ab sofort hier.

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Manche sagen, 2012 geht die Welt unter. Also jetzt nochmal Vollgas machen!

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Schlau & Protest = Grün

Laut Forsa sind die Grünen derzeit zweitstärkste Partei im Land mit 24 Prozent. Laut ARD DeutschlandTrend sind die Wähler potentiell auch eher pfiffig:

33 Prozent der leitenden Angestellten und Beamten, 28 Prozent der Freiberufler und Selbstständigen und ebenfalls 28 Prozent der Befragten mit höherem Schulabschluss (Abitur, Fachhochschulreife) würden am nächsten Sonntag grün wählen.

Steinbrück liegt in der Kanzlerfrage derzeit knapp vor Merkel. 76 Prozent halten mit den S21-Gegnern. Und last not least:

Nur noch 26 Prozent der Befragten (- 21 Prozent) glauben, dass ein Bündnis aus Union und FDP gut für Deutschland ist […] Eine Regierungskoalition aus SPD und Grünen, vor einem Jahr rechnerisch völlig undenkbar, steht jetzt ganz oben und wird von 48 Prozent gutgeheißen […] Fazit in diesem Monat: Die Grünen erleben eine politische Sonderkonjunktur. Sie werden getragen von einer neuen breiten Proteststimmung, die sich zum Beispiel durch neue Anti-Atomproteste oder die Demonstrationen in Stuttgart Luft macht.

Klimapräsident Nasheed in Berlin: „Those last two lines cloud the facts“

Der maledivische Präsident Mohamed Nasheed kam nach Merkel-Besuch heute früh an die FU Berlin. Weltweit bekannt wurde Nasheed durch die erste Parlamentssitzung unter Wasser, mit der er medientauglich auf die Folgen des Klimawandels hinwies. Der kleine Staatschefs eines kleinen Inselstaates zeigte sich als ein seltener Aktivist an der Staatsspitze. Eindringlich regte sich Nasheed über den „E-Mail Leak“ kurz vor den Klimaverhandlungen in Kopenhagen im Dezember 09 auf – scheinbar gezielt vor dem Gipfel platziert, gelangten E-Mails von Wissenschaftlern des IPCC an die Öffentlichkeit, die Uneinigkeit über das Klimathema suggerierten und von der Presse stark aufgebauscht wurden.

„The science is straight“, bekräftigte Nasheed, dass einige Unstimmigkeiten in E-Mails nicht das insgesamt warnende Ergebnis des Klimaberichts unterminieren könnten. „Where is the investigative journalism to reveal this conspiracy?“, sandte Nasheed auch eine Kritik an die Medien. Wenn Journalisten heute von seinem Auftritt in Berlin berichten würden, würde es in den letzten zwei Zeilen wieder beiläufig um den Mailskandal gehen, „and those two lines cloud the facts“ – diese zwei Zeilen säen die Zweifel im unbescholtenen Bürger.

In spätestens zehn Jahren wollen die Malediven klimaneutral wirtschaften und somit ein Beispiel setzen, das sich eine grün orientierte Wirtschaft ebenso rentieren kann. Als Kernproblematik der bislang gescheiterten Klimaverhandlungen machte Nasheed das Mißtrauen von Entwicklungsstaaten ggü. Industriestaaten aus. „Developing countries must no longer think that the industrialized nations want to halt their development using the climate argument – we have to move on from the past“. Der UN-Prozess müsse radikal vereinfacht werden, damit die Substanz wieder in den Vordergrund treten könne. Ein Lob schließlich für unsere Kanzlerin: „Angela was the only head of state [from the industrialized nations] in Copenhagen that stood on the side of the island states.“

Gesucht: Web-Designer & Programmierer

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Bei Projekt 1+2 ehrenamtliche Vorleistung mit Aussicht auf Folgeauftrag bei Einspringen von Financiers, bei 3+4 werden Marketer/Fundraiser per Provision bezahlt – lässt sich leider nicht anders gestalten und sind meinerseits auch „Herzensprojekte“. Bei Interesse bitte direkt bei mir melden: daniel@nest.im

Projekt 1

Webseite mit illustrierter Deutschlandkarte und interaktiven Funktionen, die satirisch auf die Störfälle von Atomkraftwerken hinweist und zum Umstieg auf Ökostrom animiert. User sollen auf den nächsten Störfall wetten können. Programmierer plus Designer gesucht.

Update: Treffen hierzu noch dieses Jahr in Berlin – bei Interesse bitte Mail an mich.

Projekt 2

Landing Page für einen „Dialog für Deutschland“ – schlichte Mailregistrierung und knackiges Design. Langfristiges Ziel: Neues Social Network für mehr direkte Demokratie und die Aktivierung von 1 Mio. Bürger zur Partizipation an gesellschaftlichen Problemen. Vgl. Echo

Projekt 3

Auftreiben eines langfristigen Sponsors für einen etablierten Veranstaltungsraum für Kreative in Berlin-Mitte. Der Sponsor tritt mit einer spannenden Zielgruppe in Kontakt und könnte etwa einen Teil der Miete abnehmen, dafür eigene Veranstaltungen initiieren.

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Projekt 4

Fundraising/Sponsoring der Aktion „Fossil of the Day“ in Berlin. Hierbei liefern Klima-Aktivisten täglich satirische Preise an die größten Blockierer der aktuellen Klimaverhandlungen aus. Einmalig 3.000 Euro sind hier ausreichend.

… wird grad internationalisiert und budgetiert, yay!

Betr.: Rettung der Erde

Liebe Mitmenschen,

wir haben ein Problem. Es ist groß und heißt Klimawandel. Für alle, die sich bislang sagten „Ich allein kann doch nix ausrichten“ gibt es jetzt keine Ausreden mehr. Sondern:

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Tue Folgendes JETZT:

  • Registrieren und mitmachen
  • Bloggen, Twittern, Newslettern über diese Aktion
  • Netzwerke und engagierte Menschen ansprechen

Warum ist diese Aktion so wichtig?

Erste Folgen der globalen Erwärmung sind bereits in reichen Industrienationen wie Deutschland zu spüren – für die Entwicklungsländer bedeutet der Klimawandel schon heute eine Katastrophe! Dürren, Stürme und Überschwemmungen töten Menschen, zwingen sie zur Flucht und verschärfen ohnehin prekäre Lebensbedingungen. Der auf fossilen Brennstoffen basierende Energiehunger der reichen und aufstrebenden Länder bedroht die Sicherheit von Milliarden.

In 100 Tagen werden wir wissen, ob die Staatenlenker der Welt ihrer Verantwortung für die Menschheit gerecht werden. In 100 Tagen muss beim UN-Klimagipfel in Kopenhagen ein Abkommen stehen, das ehrgeizig, verbindlich und gerecht dieser ersten globalen Bedrohung begegnet.

Was tun die Klimahelden?

In den kommenden 100 Tagen dürfen wir, die Bürger, keine Zeit verlieren. Mit Mut und Macht müssen wir den Politikern zeigen, das wir beim Klimaschutz auf sie zählen. Dazu ruft Oxfam die Aktion „100 Tage Klimahelden“ aus, um gemeinsam den Druck auf die Bundesregierung zu erhöhen. Klimahelden protestieren, schicken Briefe und Faxe und stellen Politiker in der Öffentlichkeit. Sie erinnern kreativ und engagiert an die dringende Notwendigkeit zum Handeln.

Held/in werden ist ganz einfach: Registrier dich auf www.oxfamklimahelden.de und mach mit!

Dazu auch die Ubercampaign aller großen und kleinen NGOs:

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Atomkraftwerke verursachen Krebs, sind unsicher und hinterlassen Müll für Millionen Jahre – CDU abwählen!

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Ich bin ja sonst nicht so, aber motiviert durch die Eindrücke der heutigen Anti-Atom-Demo in Berlin, will ich einfach mal Tacheles bloggen.

Ich bekam dabei ein feines Booklet der Elektrizitätswerke Schönau in die Hand, einem der vier echten, unabhängigen Stromversorger. Es trägt den Namen „100 gute Gründe gegen Atomkraft“ und bietet online z.B. einen „Argumentationstrainer“ sowie richtig pfiffige Banner (s. rechts unten in der Seitenleiste dieses Blogs).

Überzeugen Sie sich selbst auf: http://100-gute-gruende.de

Dagegen titelte unser aller Volksblatt Bild neulich „Der Irsinn mit dem Atomausstieg“ und veröffentlichte „7Wahrheiten“ über „unsere“ (!) Energie. Dieser Propagandaquatsch der Atomkonzerne wurde vom Klimalügen-Detektor gleich wieder zerlegt. Die Wahrheit ist bekanntlich dehnbar, deswegen seien auch die Medien etwa bei der Vorbereitung auf die Bundestagswahl weise gewählt…

Futter, um gegen den eigenen Vati und in der Clique argumentativ zu bestehen, bieten neben den oben genannten:

Zum Thema Demos: Informieren und hingehen! Zu sehen gibt es viele engagierte Menschen, lustige Plakate, (Live-)Musik und gute Gründe – alles gar nicht so schlimm also. Wir brauchen eine neue Protestkultur und dürfen die Politik nicht den Politikern überlassen!

Ein paar Eindrücke von heute per Handy-Video:

Ich bin sozial unruhig!

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Wir alle sind Bankenretter.
Wir alle haben bezahlt und werden bezahlen. Für die Banken.
Die Banken, die die Weltwirtschaftskrise verursacht haben.

Eine Mail von Ingmar regte mich an, nun (auch noch) das Thema Wirtschaftskrise aufzugreifen. Ich möchte hiermit die Aktion „Ich bin sozial unruhig!“ starten – der Spruch wurde erstmals von der verdi-Jugend bei den Gewerkschafts-Protesten in Berlin verwendet.

Das Problem und die Forderungen:

  • Ich bin Unternehmer. Ich muss Aufträge gewinnen, um mein Essen zu bezahlen. Mache ich Fehler, werde ich bestraft, arbeite ich gut, gewinne ich Aufträge und Geld. Für Banken- und Unternehmensmanager gilt dies selten. Ihre Perspektive ist kurzfristig, profitorientiert und das Geld landet als Monatsgehalt unabhängig von der Leistung sicher auf dem Konto. Eine Frau beim Kaiser´s wird für einen unterschlagenen Betrag von 1,30 Euro gefeuert, ein nachweislicher Wirtschaftsverbrecher wie Zumwinkel geht mit 20 Millionen nach Hause – auch ohne Wirtschaftsstudium dürfte jedem klar sein, das unser Belohnungssystem total aus den Fugen geraten ist.
  • Nun also: Krise. Wenige Entscheider haben eine Welle von Pleiten losgetreten. Menschen weltweit werden zu Tausenden entlassen, viele Stimmen sagen, die Spitze des Eisbergs sei noch längst nicht erreicht. Es trifft besonders kleine Unternehmen, deren Kredite eingefroren werden, obwohl sie sauber wie immer gearbeitet haben. Das Versagen weniger wird auf alle sozialisiert.
  • Plötzlich wimmelt es von dreistelligen Millionzahlen in den Zeitungen, der Staat schüttet kübelweise frisches Geld in strauchelnde Banken und die Großindustrie. Dieses Geld ist gar nicht real existent. Per Steuern wird es wieder vom Bürger genommen, der es vielleicht lieber gegen die Schließung des Schwimmbads oder der Jugendeinrichtung um die Ecke eingesetzt hätte. Niemand hat uns gefragt. Unsereins muss penibel seine Steuern abdrücken, der Deutschen Rentenversicherung Arbeitsverhältnisse nachweisen, die fünf Jahre zurück liegen (bei mir gerade der Fall), die GEZ denkt sich was Neues aus, obwohl man seinen Fernseher bereits entsorgt hat. Schäuble zieht die Datenschraube an und wie jüngst erfahren, hat auch Ursula von der Leyen nicht die geringste Ahnung von dem, was sie da verbieten möchte. Oben werden Millionen durchgewunken, nach unten wird jeder Euro abgeknöpft.
  • Das System hat versagt, die Korrektur bleibt aus. Ich möchte die Krise immer als Chance verstehen, so wie Umbrüche im eigenen Leben ebenfalls zu einem neuen, besseren Kurs führen können. Doch die etwa von einem Green New Deal geforderte Kopplung der Staatszuschüsse an ökologische und soziale Bedingungen bleibt aus. Noch immer werden auf dem Golfplatz Millionen verschoben und Entscheidungen von weltweiter Bedeutung in Kaminzimmern getroffen.
  • Ich mag einfach nicht glauben, das wir Bürger alle zu dumm sind, die wichtigen politischen Entscheidungen wegen mangelnden Fachwissens mitzutragen. Allein, es gibt keine echte Chance zur Partizipation. Manchmal leuchten demokratische Schlaglichter auf, die Petitionen zum Grundeinkommen und der Internetzensur sorgten für Aufsehen. 50.000 Menschen (!) müssen wir zusammenbringen, um überhaupt Gehör bei den politischen Entscheidern zu finden. Transparente Beschlüsse und mehr Möglichkeiten zur Partizipation sind absolut überfällig. Deshalb muss der bundesweite Volksentscheid her!

Im Klartext:

    1) Gegen undurchsichtige und vom Bürger (=Kostenträger) nicht genehmigte Millionenzahlungen an Banken und Großindustrie

    2) Für mehr Transparenz und Mitbestimmung bei der Bewältigung der Krise

    3) Deutschlandweite Deckelung von Jahresgehältern bei 1 Mio. Euro (wie kann ein Mensch mehr ausgeben?!)

    4) Bindung der Finanzspritzen an ökologische und soziale Bedingungen (Green New Deal)

    5) Grundsatzdebatte über ein völligst vergeigtes Belohnungssystem (wer schafft wirklich gesellschaftlichen Wert?)

    6) Für den bundesweiten Volksentscheid und geringere Hürden für direkte Demokratie

      Die Motivation zur Vernetzung überlasse ich nochmal Ingmar:

      Macht einfach! Jeder ist Chef. Wir alle sind die Leiterinnen und Leiter all dessen. Niemand braucht einen Vormund. Macht einfach, was immer ihr JETZT für richtig haltet (…) Beteiligt euch für nur 10 Minuten am Tag, fragt eure Organisationen, Netzwerke, Freunde wie sie zu der Bankenrettung stehen und ich verspreche euch, WIR werden zusammen etwas bewegen (…) In diesem Sinne last uns alle vernetzen, die es zu vernetzen gilt und
      lasst uns Wege finden, wie wir vor Ort die Menschen und auch die kleinen Unternehmen dabei unterstützen können Bürger Communitys aufzubauen, die ihre Stimme erheben. Jeder unter seiner Flagge!

      Am 1. April hat Ingmar eine Petition eingereicht, in der er die Beteiligung der Bürger am Bankenrettungsprogramm einfordert – bislang ohne Reaktion. Details zur Petition auf Glocalist, Ingmar´s Kampagne „Wir Bankenretter“ kann auf twitter und per Mailingliste verfolgt werden.

      Meinerseits habe ich eine facebook-Gruppe dazu eingerichtet, bitte tretet bei und macht weitere Vorschläge.

      Weitere Anregungen und mehr Hintergründe gibt es auch beim DGB und attac.