Archiv der Kategorie: Gemeinsam

Glücklich wie ein Raum ohne Dach!

Oh mann, oh mann, oh mann. Man könnte auch schreiben über Taifune, die mal wieder verwurstete Klimakonferenz in Polen oder miserabel gelaunte, hupende, drängelnde Berliner im Winter. Aber das spielt jetzt mal alles gar keine Rolle mehr. Weil ich bin H-A-P-P-Y durch ein unglaubliches Musikvideo. Es dauert 24 Std. und zeigt tanzende Freaks, die von der Tankstelle bis zum Boxclub durch halb Los Angeles jammen. Ein pures Stück Lebensfreude, das einen bei all dem Scheiss mal wieder an die Menschheit glauben lässt. Halleluja, seht selbst:

Auf http://24hoursofhappy.com/ kann man sich durch den Tag browsen. Meine Tipps: Um 24:12 AM wälzt sich eine sehr sexy Madame über die Tankstelle und 1:32 AM hüpfen zwei völlig ausgetickte Jungs über den Boulevard…

Systeme, nicht Dinge

ImageFoto: Daily Grind Photography

Aus dem Artikel von Rex Weyler, Greenpeace:

One strength of the human species is our acute ability to learn. Our society appears steeped in denial, but we can learn from our ecological mistakes. Our “solutions” to the challenges of ecology on a crowded planet have not yet been successful. “We’re winning a lot of battles,” Greenpeace Executive Director Kumi Naidoo said at the 40th anniversary of Greenpeace, “but we’re still losing the war.” Sadly, this is true. Every day, our planet is poorer, with less forests, less species, less fresh water and arable soil, and more desserts, more toxins, and more CO2 in the atmosphere. To reverse this, we need to learn about the systems in which we live.

A recent ad campaign from International Business Machines (IBM) imagines innovations to create “a smarter planet.” But Nature has news for IBM. The planet is already far smarter than any human engineer. We cannot manage Nature. Rather, we need to apprentice ourselves to Nature, to learn how Nature solves dilemmas and sorts out imbalances.

For every species other than humans, the biggest environmental issue on Earth is Humanity. If we don’t change our ways, seriously and thoroughly change, then nature will eventually leave us behind and carry on without us.

Danke für Link, Dominik.

Utopia Konferenz 2010

Utopia, Plattform für strategischen Konsum, lädt zum dritten Mal zur Konferenz nach Berlin. Wie immer warten hochkarätige Gäste und ein netter Austausch mit der nachhaltigen Netzwerkfamilie. Es soll interaktiver werden und man ist umgezogen in die Malzfabrik (vorher: radialsystem).

ZUM PROGRAMM

Menschen, die wir interviewen werden: Renate Künast, Jochen Stay (Pressesprecher .ausgestrahlt) und Andy Hobsbawn („The Green Thing“). Menschen, die sonst noch toll sind: Hannes Jaehnicke, René Obermann, Harald Welzer (Autor „Das Ende der Welt wie wir sie kannten“). Es lohnt sich – wir sehen uns dort!

Schlau & Protest = Grün

Laut Forsa sind die Grünen derzeit zweitstärkste Partei im Land mit 24 Prozent. Laut ARD DeutschlandTrend sind die Wähler potentiell auch eher pfiffig:

33 Prozent der leitenden Angestellten und Beamten, 28 Prozent der Freiberufler und Selbstständigen und ebenfalls 28 Prozent der Befragten mit höherem Schulabschluss (Abitur, Fachhochschulreife) würden am nächsten Sonntag grün wählen.

Steinbrück liegt in der Kanzlerfrage derzeit knapp vor Merkel. 76 Prozent halten mit den S21-Gegnern. Und last not least:

Nur noch 26 Prozent der Befragten (- 21 Prozent) glauben, dass ein Bündnis aus Union und FDP gut für Deutschland ist […] Eine Regierungskoalition aus SPD und Grünen, vor einem Jahr rechnerisch völlig undenkbar, steht jetzt ganz oben und wird von 48 Prozent gutgeheißen […] Fazit in diesem Monat: Die Grünen erleben eine politische Sonderkonjunktur. Sie werden getragen von einer neuen breiten Proteststimmung, die sich zum Beispiel durch neue Anti-Atomproteste oder die Demonstrationen in Stuttgart Luft macht.

Colour the streets, unleash the web

I had a fascinating personal „social media moment“ today:

I took this photo from the 1st floor of Berlins well-known digital nomad café St. Oberholz. It shows the Rosenthaler Platz, a vivid crossing in the middle of Berlin. Naturally, this place is normally not painted, but plain grey as street asphalt happens to be.

Minutes before, bikers had poured paint from big boxes in front of cars that waited for green lights. So the cars and their wheels, if the driver wanted it or not, became the brush tool for this guerilla public art piece.

I could gather the info that the action had no commercial background but can rather be connected to the movement and idea of „reclaim the city“. Activists taped posters on the lights reading „abwaschbar, biologisch, abbaubar“ to ensure that the paint did no real long term harm to the junction. I still think that most of those car drivers will freak out back home seeing their wheels and Karosserie coloured over and over…

UPDATE: Berliner Zeitung reports:

Feuerwehr und BSR mühten sich am Sonntag vergeblich, den Asphalt von den Farbschlieren zu befreien. Zum Ärger der motorisierten Verkehrsteilnehmer, denn die bunten Streifen sehen zwar schön aus, irritieren aber auch beim Fahren.

UPDATE II: Video from just/blogsport and more pics at urbanshit – thanks guys!

UPDATE III: Did I mention that there was a journalist from the Netherlands around?! Photo today in print edition of De Telegraaf

So I shot this pic with my mobile and posted it on Twitpic combined with a Tweet (short message on Twitter). It got me about 30 more than 50 ReTweets (= citations on Twitter) or mentions (@dkomm) so far, which for an A-Web-Opinion-Leader might not sound much, but is for me a personal record. This minute I’m posting, the photo got 760 950 1118 2986 3624 views online.

Think about the „art“ and the action what you want to, but I find it highly fascinating how this news spread so quickly and how a well regarded action on street made its way through the web.

Klimapräsident Nasheed in Berlin: „Those last two lines cloud the facts“

Der maledivische Präsident Mohamed Nasheed kam nach Merkel-Besuch heute früh an die FU Berlin. Weltweit bekannt wurde Nasheed durch die erste Parlamentssitzung unter Wasser, mit der er medientauglich auf die Folgen des Klimawandels hinwies. Der kleine Staatschefs eines kleinen Inselstaates zeigte sich als ein seltener Aktivist an der Staatsspitze. Eindringlich regte sich Nasheed über den „E-Mail Leak“ kurz vor den Klimaverhandlungen in Kopenhagen im Dezember 09 auf – scheinbar gezielt vor dem Gipfel platziert, gelangten E-Mails von Wissenschaftlern des IPCC an die Öffentlichkeit, die Uneinigkeit über das Klimathema suggerierten und von der Presse stark aufgebauscht wurden.

„The science is straight“, bekräftigte Nasheed, dass einige Unstimmigkeiten in E-Mails nicht das insgesamt warnende Ergebnis des Klimaberichts unterminieren könnten. „Where is the investigative journalism to reveal this conspiracy?“, sandte Nasheed auch eine Kritik an die Medien. Wenn Journalisten heute von seinem Auftritt in Berlin berichten würden, würde es in den letzten zwei Zeilen wieder beiläufig um den Mailskandal gehen, „and those two lines cloud the facts“ – diese zwei Zeilen säen die Zweifel im unbescholtenen Bürger.

In spätestens zehn Jahren wollen die Malediven klimaneutral wirtschaften und somit ein Beispiel setzen, das sich eine grün orientierte Wirtschaft ebenso rentieren kann. Als Kernproblematik der bislang gescheiterten Klimaverhandlungen machte Nasheed das Mißtrauen von Entwicklungsstaaten ggü. Industriestaaten aus. „Developing countries must no longer think that the industrialized nations want to halt their development using the climate argument – we have to move on from the past“. Der UN-Prozess müsse radikal vereinfacht werden, damit die Substanz wieder in den Vordergrund treten könne. Ein Lob schließlich für unsere Kanzlerin: „Angela was the only head of state [from the industrialized nations] in Copenhagen that stood on the side of the island states.“