Archiv der Kategorie: Gehen

Glücklich wie ein Raum ohne Dach!

Oh mann, oh mann, oh mann. Man könnte auch schreiben über Taifune, die mal wieder verwurstete Klimakonferenz in Polen oder miserabel gelaunte, hupende, drängelnde Berliner im Winter. Aber das spielt jetzt mal alles gar keine Rolle mehr. Weil ich bin H-A-P-P-Y durch ein unglaubliches Musikvideo. Es dauert 24 Std. und zeigt tanzende Freaks, die von der Tankstelle bis zum Boxclub durch halb Los Angeles jammen. Ein pures Stück Lebensfreude, das einen bei all dem Scheiss mal wieder an die Menschheit glauben lässt. Halleluja, seht selbst:

Auf http://24hoursofhappy.com/ kann man sich durch den Tag browsen. Meine Tipps: Um 24:12 AM wälzt sich eine sehr sexy Madame über die Tankstelle und 1:32 AM hüpfen zwei völlig ausgetickte Jungs über den Boulevard…

Berlin UnStills

Da war noch alles schön mit dem Winter. Aufwachen und alles weiß. Durch den Schnee schlendern, während die anderen Eis kratzen.
p1000175
Hunde und Kinder gehören zu meinen Lieblingsmotiven. Sehen immer putzig aus und bewegen sich komisch. Außerdem ausschweifende Emotionen ohne erkennbaren Grund.
p1000209
Einige Tage vorgespult: Weiter Winter, Schneematsch, Niesel, Rutschgefahr und wieder von vorn. Derweil brüten über eine Weltretterklitsche der Extraklasse.
p1000212
Brüten aus der Vogelperspektive. Alles noch so geheim, das wir hier nur Beine und Hüte der Mitarbeiter zeigen können.
p1000215
Dann ging es auf in die Nacht und ab zum Karaoke. Immer gut: Kontrast und eine Prise (Tonnen von) Schnee.
p1000217
Flocken im Blitzlicht machen ebenfalls viel her. Dahinter die Gesangsgruppe in bester Laune, stapfend.
p1000234
Also eigentlich war oben ´ne geschlossene Gesellschaft im FC Magnet, aber ein netter Typ ließ uns trotzdem rein. Der Kollege aus Neuseeland genießt hier gerade das Buffet.
p1000239
Hier zwo Opinion Leader des Internets. Die Dame links wird nicht so gerne fotografiert, betont sie immer wieder.
p10002471
Der Autor und die Frage, warum das rote Lichtlein beim Knipsen noch an war.
p10002571

Dann

Dann hatte ich meinen Text geschrieben und ging nach draußen in die Pause.

Dann sah ich wieder, wie ein Hund nur ein wenig Gras und einen Ball braucht und nahm mir ein Beispiel daran.

Dann bemerkte ich die Blicke der Leute, die sich wunderten, dass da jemand einfach nur saß und nachdachte.

Dann dachte ich an ein Buch, das beklagt hatte, dass Menschen immer gerade ein Ziel verfolgen – laufen, Wäsche waschen, Leute treffen – und das Buch hatte recht.

Dann fielen mir fünf Dinge gleichzeitig ein.

Dann ging ich nach Hause und machte den Abwasch und hörte Musik.

Dann gratulierte mir ein Festangestellter nachträglich und fragte: „Abwasch? Musst du nicht arbeiten um diese Zeit?!“

Dann sagte ich: „Ach, weißt du…“

Dann überlegte ich mir, dass auf so ziemlich jede Frage des Lebens ein Pearl Jam Lied die Antwort weiß:

PS: Nette Ergänzung zum Tagesabschluss – der Weltklassemusiker Joshua Bell spielte als Straßenmusiker – und keiner hörte hin.