Archiv der Kategorie: Gegenwehr

Fressen und vergessen werden

Auf der Grünen Woche in Berlin wird derzeit geschlemmt, getrunken und gute Laune gemacht. Die industrielle Lanfwirtschaft gibt das Motto vor: Aus weniger Boden immer mehr rausholen, denn die Weltbevölkerung wächst und will ernährt werden. Im letzten Jahr durfte ein BASF-Vorstand schamlos die Notwendigkeit der Gentechnik präsentieren – dass aus der Erde nicht mehr rauszuquetschen ist, als sie auf natürliche Weise nachbilden kann, dieser einfache Fakt scheint den Agrarlobbyisten fern. Themen die ebenfalls ungern angesprochen werden: Die Monopolisierung von Saatgut oder Subventionen auf industrielle Nahrungsmittel, die Bauern etwa in Afrika keine Chance auf fairen Wettbewerb und Einkommen lassen. Es lohnt sich die Fakten des aktuellen Weltagrarberichts gegenzulesen – ein Auszug:

In Kalorien ausgedrückt, ernten Landwirte heute weltweit etwa ein Drittel mehr, als für die ausreichende Versorgung aller Menschen notwendig wäre. Während sich in den vergangenen vierzig Jahren die Weltbevölkerung auf etwa 6,6 Milliarden Menschen verdoppelte, stieg die Produktion der Landwirtschaft im gleichen Zeitraum auf etwa das Zweieinhalbfache. Ein wachsender Anteil dieser Produktion dient allerdings nicht mehr der menschlichen Ernährung, sondern wird als Tierfutter, Treibstoff und für andere industrielle Zwecke eingesetzt. Zwischen 1970 und 2007 sank der Anteil der Unterernährten an der Bevölke- rung in den meisten Ländern; zunächst schnell, dann immer langsamer. Seit Mitte der neunziger Jahre steigt ihre absolute Zahl wieder an, nach den Preisexplosionen auf dem Weltagrarmarkt 2007/2008 auch ihr prozentualer Anteil an der Weltbevölkerung. Heute hungert fast jeder sechste Erdenbürger. Seit sich 1996 die Staatschefs auf dem Welternährungs-Gipfel feierlich verpflichteten, die Zahl der Hungernden bis 2015 um 415 Millionen zu senken, stieg diese stattdessen um weitere 200 Millionen auf über eine Milliarde.

Das Nest wird sich kommenden Freitag auf der Greenwash Woche umschauen und in katastrophensicheren Anzügen ein paar Korrekturen vornehmen. Außerdem präsentieren wir eine Weltneuheit: CCS!

„Cow, Capture & Storage“

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Und auch deswegen sagen wir diesen Samstag um 12 Uhr: Yeaahh in Berlin

Schwachsinn mit Schwachsinn bekämpfen!

Berlin sagt Yeaahh:

Samstag, 12 Uhr (spätestens, Auftritt der UnKanzlerin!)

Arena Treptow

Vorher anmelden: team@cdu.de

Faizbukk-Gruppe

Ick freu ma!

Betr.: Rettung der Erde

Liebe Mitmenschen,

wir haben ein Problem. Es ist groß und heißt Klimawandel. Für alle, die sich bislang sagten „Ich allein kann doch nix ausrichten“ gibt es jetzt keine Ausreden mehr. Sondern:

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Tue Folgendes JETZT:

  • Registrieren und mitmachen
  • Bloggen, Twittern, Newslettern über diese Aktion
  • Netzwerke und engagierte Menschen ansprechen

Warum ist diese Aktion so wichtig?

Erste Folgen der globalen Erwärmung sind bereits in reichen Industrienationen wie Deutschland zu spüren – für die Entwicklungsländer bedeutet der Klimawandel schon heute eine Katastrophe! Dürren, Stürme und Überschwemmungen töten Menschen, zwingen sie zur Flucht und verschärfen ohnehin prekäre Lebensbedingungen. Der auf fossilen Brennstoffen basierende Energiehunger der reichen und aufstrebenden Länder bedroht die Sicherheit von Milliarden.

In 100 Tagen werden wir wissen, ob die Staatenlenker der Welt ihrer Verantwortung für die Menschheit gerecht werden. In 100 Tagen muss beim UN-Klimagipfel in Kopenhagen ein Abkommen stehen, das ehrgeizig, verbindlich und gerecht dieser ersten globalen Bedrohung begegnet.

Was tun die Klimahelden?

In den kommenden 100 Tagen dürfen wir, die Bürger, keine Zeit verlieren. Mit Mut und Macht müssen wir den Politikern zeigen, das wir beim Klimaschutz auf sie zählen. Dazu ruft Oxfam die Aktion „100 Tage Klimahelden“ aus, um gemeinsam den Druck auf die Bundesregierung zu erhöhen. Klimahelden protestieren, schicken Briefe und Faxe und stellen Politiker in der Öffentlichkeit. Sie erinnern kreativ und engagiert an die dringende Notwendigkeit zum Handeln.

Held/in werden ist ganz einfach: Registrier dich auf www.oxfamklimahelden.de und mach mit!

Dazu auch die Ubercampaign aller großen und kleinen NGOs:

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Atomkraftwerke verursachen Krebs, sind unsicher und hinterlassen Müll für Millionen Jahre – CDU abwählen!

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Ich bin ja sonst nicht so, aber motiviert durch die Eindrücke der heutigen Anti-Atom-Demo in Berlin, will ich einfach mal Tacheles bloggen.

Ich bekam dabei ein feines Booklet der Elektrizitätswerke Schönau in die Hand, einem der vier echten, unabhängigen Stromversorger. Es trägt den Namen „100 gute Gründe gegen Atomkraft“ und bietet online z.B. einen „Argumentationstrainer“ sowie richtig pfiffige Banner (s. rechts unten in der Seitenleiste dieses Blogs).

Überzeugen Sie sich selbst auf: http://100-gute-gruende.de

Dagegen titelte unser aller Volksblatt Bild neulich „Der Irsinn mit dem Atomausstieg“ und veröffentlichte „7Wahrheiten“ über „unsere“ (!) Energie. Dieser Propagandaquatsch der Atomkonzerne wurde vom Klimalügen-Detektor gleich wieder zerlegt. Die Wahrheit ist bekanntlich dehnbar, deswegen seien auch die Medien etwa bei der Vorbereitung auf die Bundestagswahl weise gewählt…

Futter, um gegen den eigenen Vati und in der Clique argumentativ zu bestehen, bieten neben den oben genannten:

Zum Thema Demos: Informieren und hingehen! Zu sehen gibt es viele engagierte Menschen, lustige Plakate, (Live-)Musik und gute Gründe – alles gar nicht so schlimm also. Wir brauchen eine neue Protestkultur und dürfen die Politik nicht den Politikern überlassen!

Ein paar Eindrücke von heute per Handy-Video:

simyo: Warum man vielleicht doch eventuell bald wieder dorthin wechseln kann…

Freitag schrieb ich einen doch eher emotionalen Beitrag zum Verhalten des Mobilfunkanbieters simyo. Über Twitter fand ich einen ebenfalls unzufriedenen Kompagnon und über diesen wiederum den Account @simyo_service. An diese Adresse richtete ich ebenfalls einen frechen Kommentar und – siehe da – hatte plötzlich eine ausführliche, individuelle Mail der Pressesprecherin im Postkorb.

Die Lehren:

  • Social Media kicks Verbraucherthemen und kann zumindest anständige Reaktionen erzwingen.
  • Faktisch besser is jetzt nix.
  • Sozioökonomisch: Wenn schon Pressesprecher auf schlecht gelaunte Blogger reagieren, dann steht für Unternehmen verdammt viel Kommunikationsarbeit an (=Kosten)

Und hier der Mailverkehr im unkommentierten Originalton (mit Erlaubnis der Absenderin):

Hallo Daniel,
>>
>> ich arbeite bei simyo und bin via Twitter und Deinem Blog auf Dein
>> Problem mit simyo aufmerksam geworden und wollte darum gerne Kontakt
>> zu Dir aufnehmen.
>>
>> Einfach via Email, aber wenn Du möchtest, oder es bevorzugst, würde
>> ich den Sachverhalt natürlich offen in Deinem Blog kommentieren. Ich
>> möchte nur vermeiden, dass es wie ein „offener Schlagabtausch“
>> herüberkommt.
>>
>> Mir sind 2 Punkte wichtig, da ist einmal das Verhalten des
>> Serviceteams und der Prozess als solcher.
>>
>> Ich fange mit Erstem an — hier habe ich vollstes Verständnis, wenn
>> man durch „matter of fact“ Ansagen und reines Textbausteinantworten
>> genervt ist. Und man ist auch genervt bis zum Platzen, wenn man über
>> viele Tage keinen Empfang hat. Aber — und hier kommt der Prozess ins
>> Spiel.
>>
>> Du bist (oder Du solltest) definitiv von der Sperrung mit Mail
>> (Spamfilter?) informiert worden sein. Es wird „nicht einfach mal so“
>> abgestellt. Das man aus vielerlei Gründen die Rechnung mal nicht
>> begleichen konnte, passiert. Aber so sehr man als Mensch in dem Moment
>> darunter leiden muss, als Unternehmen muss man sich schützen und all
>> die Menschen (Mitarbeiter, Kunden), die von einem abhängen. Das
>> Unternehmen/der Service, der Inkassobereich wissen ja erst einmal
>> nicht, in welcher Situation dies geschehen ist — und dürfen (für den
>> Einzelnen leider) nicht noch ein wenig warten, bis vielleicht doch das
>> Geld kommt.
>>
>> Wie gesagt, die Situation kann passieren –ist mir mit Kontowechsel
>> einmal und mit abgelaufener Kreditkarte ein anderes Mal selbst passiert.
>>
>> Was ich dann etwas verwunderlich finde, ist die Aussage, Du seiest 1
>> Monat später immer noch nicht freigeschaltet gewesen — hast aber
>> nicht dazu geschrieben, wie lange Du selbst zum Begleichen der
>> Rechnung benötigt hast. Das ist hier kein Schuldwegweisen, glaub mir,
>> ich möchte und kann uns hier nicht sauber waschen — und als Kunden
>> haben wir Dich verloren — aber Objektivität mag auch einem kritischen
>> Menschen und seinem Beitrag gut stehen. Und dafür stehe ich ein.
>>
>> Bei jedem Anbieter kostet die Rufnummernmitnahme 25 Euro und benötigt
>> einen festen Zeitraum, der bis zu 6 Wochen dauern kann — aber auch
>> viel länger, falls es zwischen den Datenabgleichen hakt. Alleine bis
>> die Prozesse zwischen den Anbietern klar sind und alles geprüft ist,
>> vergeht eine Weile. Auch hier hat das nichts mit Willkür zu tun, oder
>> mit Trietzen — Du möchtest weg, also lassen wir das zu (ich gehe hier
>> jetzt gar nicht auf Kulanz, unsere AGB’s und das Aktivitätsfenster
>> näher ein), aber es dauert eine bestimmte Zeit und es kostet –wie bei
>> allen Anbietern- das Selbe. Da kann man sich in dem Moment drüber
>> aufregen, aber das wird Dir bei jedem Anbieter gleichermaßen genau so
>> gehen. Du fühlst Dich ungerecht behandelt? Du bist kein Fan von simyo!
>> Alles akzeptiert. Aber bitte höre unsere Entschuldigung an. Es tut uns
>> sehr leid, dass das Verhältnis „zerrüttet“ auseinander geht. Und wir
>> bedauern die Tatsache, dass wir Dich mit der Art der Ansprache in Rage
>> gebracht haben.
>>
>> Die Portierung Deiner Rufnummer geschieht zum 13.8.
>>
>> Wenn ich ansonsten etwas tun kann, melde Dich gerne und jederzeit.
>>
>> Vielen Dank und alles Gute.
>>
>> Mit herzlichem Gruß nach Berlin,
>>
>> Ira
>>
>> *Ira Reckenthäler**
>> *Pressesprecherin

Meine Antwort:

> Hallo Ira,
>
> danke für die persönliche und ausführliche Antwort. Von der Sperrung
> habe ich nun mal nichts mitbekommen, es gab keine Vorwarnung, die hier
> bei mir angekommen ist. Die lange Sperrung hat mit einer folgenden,
> neuerlichen Rechnung zu tun, für die ich ebenfalls ein paar Tage zum
> Ausgleich brauchte (im Blog allerdings nicht erwähnt).
>
> Trotz aller Eigenfehler habe ich das Gefühl, dass der Provider in allen
> Sachlagen am längeren Hebel sitzt: Sofort abschalten, schlecht
> kommunizieren, harte Strafen statt Kulanz und warum eine Portierung eine
> weitere Woche dauern muss (seit rund ZWEI Wochen bin ich schon bei
> T-Mobile im Vertrag!) kann ich einfach nicht verstehen.
>
> Der Blogpost war ganz sicher auch emotional formuliert von mir (kam mit
> den tollen Neuigkeiten gerade aus dem Shop), die Sache mit
> Rechtsanwälten und Journalisten war wohl etwas dick aufgetragen. Ich
> habe derzeit keine Zeit, um alles für einen Rechtsanwalt
> aufzuschlüsseln, es würde die Kosten wohl auch nicht rechtfertigen. Aber
> ihr solltet echt mal überlegen, wie ihr da in Zukunft kommuniziert und ob
> ein Anruf oder andere direkte Arten der Kommunikation nicht sinnreicher
> sind als unpersönliche „Abstrafungen“.
>
> Danke für deine Antwort. Ich fänd’s schon gut, wenn wir diesen
> Mailverkehr (mit deiner Zustimmung) im Blog dokumentieren und sehe es
> nicht (mehr) als Schlagabtausch.
>
> Gruß,
> Daniel

Letzter Akt:

Ira Reckenthäler schrieb:
> Hallo Daniel,
>
> gerne stimme ich zu, den Mailverkehr (meine Antwort und deine Antwort) im Blog zu posten.
> Ich nehme Deinen Punkt der menschlichen, aufmerksamen Kommunikation gerne auf und trage ihn intern weiter.
> Übrigens folgen wir dir jetzt mit unserem Twitterkonto simyo_Ticker. Dahinter stehen meine Kollegin und ich.
>
> Hätten wir eher Kontakt gehabt, hätten wir Dich gerne auf der einfach@simyo.de versorgt. Wohl denn. Lass mich gerne wissen, wenn ich noch etwas tun kann.
> PR wird zwar oft als Lautsprecher profaner Werbefloskeln betrachtet, aber wir verstehen uns lieber als Mittler, mal Diplomat, mal Dolmetscher und mal als Sisyphos, der den Stein immer wieder hochrollt – und ich kann versichern, da bleibt auf dem Weg was hängen. Da kommt was an. Auch bei uns. :)
>
> Lass es Dir gut gehen!
>
> Herzlichst, Ira

Ich bin sozial unruhig!

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Wir alle sind Bankenretter.
Wir alle haben bezahlt und werden bezahlen. Für die Banken.
Die Banken, die die Weltwirtschaftskrise verursacht haben.

Eine Mail von Ingmar regte mich an, nun (auch noch) das Thema Wirtschaftskrise aufzugreifen. Ich möchte hiermit die Aktion „Ich bin sozial unruhig!“ starten – der Spruch wurde erstmals von der verdi-Jugend bei den Gewerkschafts-Protesten in Berlin verwendet.

Das Problem und die Forderungen:

  • Ich bin Unternehmer. Ich muss Aufträge gewinnen, um mein Essen zu bezahlen. Mache ich Fehler, werde ich bestraft, arbeite ich gut, gewinne ich Aufträge und Geld. Für Banken- und Unternehmensmanager gilt dies selten. Ihre Perspektive ist kurzfristig, profitorientiert und das Geld landet als Monatsgehalt unabhängig von der Leistung sicher auf dem Konto. Eine Frau beim Kaiser´s wird für einen unterschlagenen Betrag von 1,30 Euro gefeuert, ein nachweislicher Wirtschaftsverbrecher wie Zumwinkel geht mit 20 Millionen nach Hause – auch ohne Wirtschaftsstudium dürfte jedem klar sein, das unser Belohnungssystem total aus den Fugen geraten ist.
  • Nun also: Krise. Wenige Entscheider haben eine Welle von Pleiten losgetreten. Menschen weltweit werden zu Tausenden entlassen, viele Stimmen sagen, die Spitze des Eisbergs sei noch längst nicht erreicht. Es trifft besonders kleine Unternehmen, deren Kredite eingefroren werden, obwohl sie sauber wie immer gearbeitet haben. Das Versagen weniger wird auf alle sozialisiert.
  • Plötzlich wimmelt es von dreistelligen Millionzahlen in den Zeitungen, der Staat schüttet kübelweise frisches Geld in strauchelnde Banken und die Großindustrie. Dieses Geld ist gar nicht real existent. Per Steuern wird es wieder vom Bürger genommen, der es vielleicht lieber gegen die Schließung des Schwimmbads oder der Jugendeinrichtung um die Ecke eingesetzt hätte. Niemand hat uns gefragt. Unsereins muss penibel seine Steuern abdrücken, der Deutschen Rentenversicherung Arbeitsverhältnisse nachweisen, die fünf Jahre zurück liegen (bei mir gerade der Fall), die GEZ denkt sich was Neues aus, obwohl man seinen Fernseher bereits entsorgt hat. Schäuble zieht die Datenschraube an und wie jüngst erfahren, hat auch Ursula von der Leyen nicht die geringste Ahnung von dem, was sie da verbieten möchte. Oben werden Millionen durchgewunken, nach unten wird jeder Euro abgeknöpft.
  • Das System hat versagt, die Korrektur bleibt aus. Ich möchte die Krise immer als Chance verstehen, so wie Umbrüche im eigenen Leben ebenfalls zu einem neuen, besseren Kurs führen können. Doch die etwa von einem Green New Deal geforderte Kopplung der Staatszuschüsse an ökologische und soziale Bedingungen bleibt aus. Noch immer werden auf dem Golfplatz Millionen verschoben und Entscheidungen von weltweiter Bedeutung in Kaminzimmern getroffen.
  • Ich mag einfach nicht glauben, das wir Bürger alle zu dumm sind, die wichtigen politischen Entscheidungen wegen mangelnden Fachwissens mitzutragen. Allein, es gibt keine echte Chance zur Partizipation. Manchmal leuchten demokratische Schlaglichter auf, die Petitionen zum Grundeinkommen und der Internetzensur sorgten für Aufsehen. 50.000 Menschen (!) müssen wir zusammenbringen, um überhaupt Gehör bei den politischen Entscheidern zu finden. Transparente Beschlüsse und mehr Möglichkeiten zur Partizipation sind absolut überfällig. Deshalb muss der bundesweite Volksentscheid her!

Im Klartext:

    1) Gegen undurchsichtige und vom Bürger (=Kostenträger) nicht genehmigte Millionenzahlungen an Banken und Großindustrie

    2) Für mehr Transparenz und Mitbestimmung bei der Bewältigung der Krise

    3) Deutschlandweite Deckelung von Jahresgehältern bei 1 Mio. Euro (wie kann ein Mensch mehr ausgeben?!)

    4) Bindung der Finanzspritzen an ökologische und soziale Bedingungen (Green New Deal)

    5) Grundsatzdebatte über ein völligst vergeigtes Belohnungssystem (wer schafft wirklich gesellschaftlichen Wert?)

    6) Für den bundesweiten Volksentscheid und geringere Hürden für direkte Demokratie

      Die Motivation zur Vernetzung überlasse ich nochmal Ingmar:

      Macht einfach! Jeder ist Chef. Wir alle sind die Leiterinnen und Leiter all dessen. Niemand braucht einen Vormund. Macht einfach, was immer ihr JETZT für richtig haltet (…) Beteiligt euch für nur 10 Minuten am Tag, fragt eure Organisationen, Netzwerke, Freunde wie sie zu der Bankenrettung stehen und ich verspreche euch, WIR werden zusammen etwas bewegen (…) In diesem Sinne last uns alle vernetzen, die es zu vernetzen gilt und
      lasst uns Wege finden, wie wir vor Ort die Menschen und auch die kleinen Unternehmen dabei unterstützen können Bürger Communitys aufzubauen, die ihre Stimme erheben. Jeder unter seiner Flagge!

      Am 1. April hat Ingmar eine Petition eingereicht, in der er die Beteiligung der Bürger am Bankenrettungsprogramm einfordert – bislang ohne Reaktion. Details zur Petition auf Glocalist, Ingmar´s Kampagne „Wir Bankenretter“ kann auf twitter und per Mailingliste verfolgt werden.

      Meinerseits habe ich eine facebook-Gruppe dazu eingerichtet, bitte tretet bei und macht weitere Vorschläge.

      Weitere Anregungen und mehr Hintergründe gibt es auch beim DGB und attac.