Freiheit, Anspruch, Belohnung

In „Outliers“ beleuchtet Malcolm Gladwell neben vielen anderen plastischen Geschichten den Erfolg jüdischer Immigranten in den USA. Eben bin ich über einen Punkt gestolpert, den ich in den vergangenen Tagen schon im Kopf hatte. Gladwell schreibt:

Autonomy, complexity and a connection between effort and reward are the three qualities that work has to have if it is to be satisfying.</p

Genau das (und ein paar andere Dinge vielleicht) macht den Reiz der Selbständigkeit aus.

Autonomy/Freiheit: Ich stehe auf, wann ich will, ich mache meine Pausen, wann ich will, ich arbeite in der Nacht oder am Wochenende durch – auf der anderen Seite spüre ich die direkten Konsequenzen, wenn ich nachlasse, mich nicht weiterbilde, nicht ständig Kunden suche.

Complexity/Anspruch: Die Freiheit zu tun was man will. Aber auch die intellektuelle Aufgabe, alles selbst zu verstehen, zu steuern, zu verantworten. Sein eigenes Glück zu suchen mit dem, was man wirklich zu bieten hat. Beinhaltet für mich auch das lebenslange Lernen.

Effort and Reward/Leistung und Belohnung: 40 Stunden Arbeit pro Woche absitzen und ein immer gleiches Gehalt dafür bekommen – das kann bei näherer Betrachtung nicht sinnvoll sein. Wer, als Selbständiger, Rechnungen schreibt, der bekommt das, was er verdient. Der kann die eigene Leistung nachempfinden und stolz sein.

Freiheit, Anspruch, belohnte Leistung – wie viele Menschen in der Festanstellung haben dieses Gefühl noch?!