Halbfinale: Johannesburg 24
Finale: Olympiastadion
Mit einem herbeigeholten roten Faden die letzten Tage resümiert:
Charlotte Gainsbourg, die schon mit Beck musizierte und mit Depp spielte, konnte gestern mit Engelszungen nicht gegen den Sound der eigenen Band an. Auch ein zwischenzeitlicher Bassklang, der die Eingeweide kernig durchmassierte, zeugte nicht gerade von der Qualität des Geräuschmeisters in der Volksbühne. Madame G. ist bekanntermaßen ein langbeinig-fragil-attraktives Wesen, zum Publikum bekam sie aber keinen Draht, zu schüchtern and not entertaining at all. Zum Songs runterhören kann man auch die Platte kaufen, was nicht so schlecht wäre, denn die Songs klangen eigentlich super und vielleicht ist darauf auch die Charlotte korrekt eingeregelt.
No more years of hurt
No more need of dreaming
We can dance nobodys dance
We could dance it in France
It’s coming home
Football’s coming home
… lauten doch tatsächlich die letzten Zeilen des Hits “Three lions on the shirt”, den sonst sogar deutsche Fans arglos mitsummen. Das erste WM-Tor Wayne Rooneys muss nun noch mindestens vier Jahre warten, es war die höchste je einer englischen Mannschaft zugefügte WM-Niederlage und 44 Jahre nach Wembley sind wir endlich quitt. Übrigens: Auch bei Einwurf und Freistoß ist die Abseitsregel aufgelöst (erklärte die Süddeutsche). Sollte man ausnutzen gegen Argentinien. Ich brauche es euch nicht zu sagen: Welch legendärer Spaß das war!

“Totes Fleisch, totes Fleisch…” ächzte ein frenetischer Wurstsack mit Gitarre auf den Treppen der Frankfurter Börse. Der Harrach zelebrierte Kundalini-Yoga in Partnerübung mit seinem Fixie-Bike. Weiß gekleidete Menschen dinierten auf dem Vorplatz und wurden zur Sicherheit von der Polizei eingekesselt. Holtrup organisierte noch einen Sechserpack Rotwein aus den Lagern. Thomas D betete zu uns und am Ende gab es T-Shirts umsonst und feuchte Hände.
Hä?!? KarmaKonsum!
Na und dann, ja dann, war da noch dieser Hurricane. Das Hurricane. Das Festival. Jüngere Menschen blieben länger wach und gleich laut. Man stößt im Alter doch an Grenzen. Da helfen Profi-Ohrstöpsel und Velours-Luftmatratzen auch nicht weiter. Sonntags um 10h begannen die Zeltnachbarn mit “Trichtern”, also Bierdosen aus Gartenschläuchen exen. Danach dreschten sie auf herumliegende Müllteile ein, stoisch, ca. zwei Stunden lang. Irgendwann beginnt man mitzulachen.
Die künstlerischen Highlights: Skunk Anansie aus fünf Metern und auf ihren Füßen von Fans gehalten “Weak as I am” schreien sehen. Mit den Beatsteaks und tausend Anderen sich hinhocken, um gemeinsam wieder hochzuspringen. Mit Charlie Winston “The whole world in your hands” halten. Mit Faithless glauben, die Welt kann doch noch “One” werden. Mit Madsen den Abend verbringen und über den bedröhnten Sänger der Strokes einfach nur lachen. Anstrengend, zu teuer, schön.

Vielen Dank an Carmen für dieses und viele weitere Fotos vom Nest
Sinkende Besucherzahlen auf dem Blog, stagnierende Follower bei Twitter, es ist Zeit, mal wieder was hören zu lassen. Die Zeiten sind besonders. Am 6. Februar werde ich 30 Jahre alt, doch von telefonischen Glückwünschen rate ich ab, denn ich setze mich nach Südafrika ab. Mit Dame im Gepäck habe ich nun kurz vor Toresschluss den Kontinentalsprung geschafft, was einen gewissen Stolz, gehörige Vorfreude und Spannung erzeugt. Zurück lasse ich eine kleine Agentur, die bereits Großes geleistet hat und noch nicht mal ein Jahr alt ist – ich bin stolz auf euch!
So kurz vor 30 werden die Dinge langsam etwas klarer. Ich lese fürchterlich links klingende Bücher und Stück für Stück entsteht ein Bild von einer Welt geprägt von Globalisierung, Klimawandel, struktureller Ungerechtigkeit, politischem Versagen auf breiter Front. Das ist jetzt keine wütende Ansage, sondern lässt sich nachlesen. Ich möchte in diesem Jahr weiter darüber informieren und mich auch engagieren, wenn möglich natürlich per Aufträgen, sodass wir auch unser Unternehmen weiter voran bringen können. Denn, das sei nochmal erwähnt, Nest will am (öko)sozialen Wandel mitgestalten, also für Kunden schaffen & machen, die unsere Welt besser machen. Die zwei häufigsten Fragen dabei: “Was macht ihr eigentlich genau?” dicht gefolgt von “Und womit verdient ihr euer Geld?”. Zu 1): NGOs und nachhaltige Unternehmen beraten, wie sie das Web 2.0 für sich nutzen können. 2010 bewegen wir uns außerdem stärker in Richtung Events & Kampagnen. Zu 2): Genau damit. Es geht. Spaß, Sinn & ein gediegenes Einkommen sind möglich. News!
Es wäre eigentlich an der Zeit für den großen Rückblick, aber dazu fehlt wohl gerade Ruhe und Muße. Kurz gefasst: Ich bin glücklich und dankbar für sehr Vieles und für sehr Viele und werde heute wohl mal ein Buch lesen. Montag, Dienstag geschäftliches abhandeln, am Mittwoch geht es über Düsseldorf und Dubai nach Kapstadt. Da lässt sich nicht meckern. Macht es gut und bis Ende Februar, zurück in shabby-chic Berlin.
Eine Woche, drei Events, jetzt glücklich aus dem Bett bloggend.
Jedes einzelne verdient mehr Aufmerksamkeit, als ich es hier jetzt nur kurz anreißen kann/will:
Lieblings-Outtake vom Workshop: Die Klu-Klux-Klima-Bürgerwehr…
Hier noch mehr Bilder.
Bericht aus der Gründerküche: Mit unserer jüngst gestarteten Agentur nest geht es gut voran. Wir twittern, bloggen und beraten bereits fleißig für unsere ersten Kunden. Sind froh über eine wachsende Partnerschaft mit newthinking. Tanzen auf vielen Hochzeiten und müssen noch in tausend Dingen besser werden, aber haben definitiv einen schwungvollen Start hingelegt. Übergeordnetes Ziel ist Kopenhagen, wo im Dezember das Klima verhandelt wird und damit nicht weniger als die Zukunft des Planeten. Wir werden mit unseren Mitteln versuchen, die vielen guten Klima-Kampagnen per Open-Source-Strategie näher zusammen zu bringen, ohne dabei das Funktionieren unseres eigenen Social Business aus den Augen zu verlieren.
Hm, welch ordentlicher Artikel von mir. Muss am Titel liegen. “Geschäftsführer”. Immer noch komisch, immer noch gut.
Liebe Alle,
eine sehr gut besuchte Abschlusspräsentation geht zu Ende, wir trinken ein paar Gläschen und noch immer kommen die Nachbarn herein und geben Tipps. Fünf Tage lang ist ein Ort gewachsen, der nach anfänglicher Skepsis zu einem neuen Raum für Dialog gewachsen ist. Durch den ein Marmeladenhersteller, eine Näherin und ein Anbieter von Planen zum gemeinsamen Produkt “Marmeladentragetaschen” gefunden haben. Die Krise ist da draußen, aber im Kiez sind noch Unmengen von Potenzial versteckt. Wir machen weiter und gucken nun, wie sich das Ganze in ein Konzept packen lässt, sodass die Wrangelkiezler mehr Geschäft und Wohlstand kreieren können.
Konkreteres zu diesem Gefasel alsbald auf http://www.propandesign.de/wkc
With love from the Kiez:
Achtung, der Name ist etwas lang: „Grameen Creative Lab Klassentreffen“. „Grameen“ nennt sich die Unternehmensfamilie von Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus (vorrangig für sein Konzept der Mikrokredite bekannt), das „Creative Lab“ ist eine in Deutschland ansässige Unterabteilung und Denksportgruppe mit tollen Menschen, die am vergangenen Samstag nun eben das Format des „Klassentreffens“ ausprobiert hat. Federführend ist ein gewisser Hans Reitz, „Creative Advisor to Mr. Yunus“, Multi-Entrepreneur, Handshaker von Leuten wie Bill Clinton, Richard Branson und den anderen WEF-Schnittchen, dabei dennoch ein völligst nahbarer Typ und ganzheitlicher Kopf, den man mal gesehen haben sollte.
Wenn Frau spricht, hört Mann brav zu. Schwarz auf grün wirkt übrigens knackig. Kurze grüne Hose auch.
Nun fand diese Veranstaltung an einer Wiesbadener Hauptschule statt, die von Reitz betreuten Schüler hatten die Orga gestemmt und rockten per Schülerband auch gleich mal einen feinen Auftakt hin. Zwar konnte man in den folgenden 45-minütigen Sessions kaum eine Idee ernsthaft in die Tiefe denken und am Vormittag war´s dann doch ein bisschen zuviel des guten Yunus. Die meisten Gäste waren zumindest basal über das Thema und Grameen informiert und ich wär gern schneller ins „Doing“ gekommen bzw. in die Adaption für die eigenen Projekte. Oben drüber stand jedenfalls Yunus` Konzept des „Social Business“ und plakativ erklärt geht das so: Das soziale Unternehmen zielt auf die Lösung eines gesellschaftlichen Problems mit wirtschaftlichen (effektiven, spendenunabhängigen) Mitteln. Oder so. Also jedenfalls: Welt retten und trotzdem Geld verdienen geht neuerdings in Ordnung. Nun, lest euch halt selbst ein.
Wenn Frau schmorrt, tut Mann Seltsames.
Den Zauber jedenfalls brachten die Teilnehmer mit, allesamt fähige, pfiffige und dabei entspannte Mitmenschen, die in den meisten Fällen schon ein eigenes Social Business im Gepäck hatten oder das Yunus´sche Paradigma auf ihre Projekte anwenden wollten. Im direkten Vergleich zum taz-Kongress also eine deutlich wirkungsvollere Gemeinde, die sich nicht in der Systemkritik ergeht, sondern lieber selbst Neues in die Welt bringt. Auch in einer gemütlichen Wiesbadener Bar nach der eigentlichen Veranstaltung fanden sich die Teilnehmer fast geschlossen wieder ein, um dem Networking weiter zu fröhnen. Aber eben nicht so fies, wie das auf gängigen Business-Konferenzen abläuft, sondern mit echter Neugier und dem Willen zum Verschenken von Wissen und Kontakten. Am Sonntag ging´s noch zum Frühstück in das von Reitz miterfundene Café „Perfect Day“, wo den gemeinen Berliner zwar die Preise umhauten, aber es gab eben auch top-fairen Dschungelkaffee samt Ingwer-Orange-Bio-Smoothie dafür (ja, soweit isses schon mit mir).
dkomm bedankt sich und sieht Fortsetzungen freudig entgegen ;-)
I didn´t expect a natural phenomenon to happen right in the middle of Berlin. But so it did. Here´s how and how it turned out to be a great metaphor for social action in the net. Tired from a not so thrilling conference I walked along the river Spree towards the massive Bundeskanzleramt – Angie Merkels White House, if you want. I stopped where the huge walls of the building run into one cone end. Pretty impressive by its own, I soon figured crows flying from left to right through the vast circular holes of the walls.
(ok, due to my lack of proper English to express architectural shapes, let me give you an impression. This is quite like where I stood, to the right comes the cone end and clearly to see, there´s those big built-in holes)

Maybe it was the sleepiness that tuned my brain to gamma-waves, but it was one of those moments that might appear ordinary for any other person, but pretty special to you being in the right mood for „seeing things“. So crows came from left to right and right to left flying through that hole as if they were making fun of the million and kilo heavy, grey design monster. „Kra, kra“. Alright. I walked on. More „kra, kra, kra“ above my head and I saw them flying across the top edge of the building. Arrows of black, not too fast, rather floating. The „flap, flap, flap“ of their wings came to it. I sat down. I saw them building dark clouds over at the other side of the river. I bended backwards over the bench, looking straight into the sky. „Kra, flap, kra“. It just did not stop. They did not stop. Ever more lines of crows flew over that roof edge and darkened the sky. I don´t give you a stupid crow photo from flickr here, imagine just the biggest accumulation of birds possible – that´s what it was.
I began trying to figure out a plan behind their flight direction. Who was leading? Who had the idea to settle on that tree across the river, so many now, that the tree carried far more load than it had with its leaves back in summer? Inside the stream of birds were outliers, mini flocks doing their for a short span of time, yet keeping connected to the whole. Now, the thing about staring in the sky or staring at anything is that people join you, because they don´t want to miss the show. Two other guys, according to their style coming from the same conference, stopped and watched with me. Their smiles and shaking heads told me that I wasn´t the only freak seeing something rare in this. The swarm left the tree (it were far too many for one tree, so some sat on trees nearby or kept circling the center). Again, if they wouldn´t have looked all the same, I might have been able to figure out the boss of that armada. Nope.
A picture that hang in an office on a total different occasion a few days after publishing…









2,500 $ in 90 Minuten. 10.000 $ in 48 Stunden. 15.000 $ in 24 Stunden.
Bei diesen Zahlen handelt es sich nicht etwa um das Salär von Rennmaus M. Schumacher zu besten Ferrarizeiten. Weit gefehlt. Das sind Spenden. Spenden! In Rekordzeit erwirtschaftet über… (tä-dää) twitta (wie der Berlina sacht). Entnommen sind die Zahlen dem Blog von Beth Kanter, die wohl zu den Gurus zählt, wenn es um Social Media Beratung für Nonprofits geht. (Ein schöneres Wort ist übrigens „Social Profit Organization“, heute gelernt).
Mit Red Bull und ein wenig Obst im Magen tauchte ich dann also letzte NDonnerstagnacht immer tiefer in Beth´s Blog und die Geheimnisse des süchtig machenden twitterversums ab. Und: Wie man es spendenmäßig nutzen kann. Denn ich bin betroffen: Für das Projekt WE Benin fehlen uns noch ein paar Tausender. Mehrere Mails von Bekannten riefen in der vergangenen Tagen außerdem zu Spenden auf (s.u.).
Klar, jedes der Projekte hat Spenden verdient. „Take it from the rich“ ist so eine meiner Grundeinstellungen. Will sagen: Lasst Unternehmen weiter ihre Kohle machen und hier und da ruhig ein bisschen böse-kapitalistisch sein, WENN sie denn den Sozialaktiven dafür eine Art Ablass – ne, hässliches Wort – äh, monetäre Wertschätzung entgegenbringen.
Sei´s drum. Da sind also A) die vielen Spendenabhängigen – ne, hässliches Wort – Spendenberechtigten! und B) Unternehmen oder Einzelpersonen, von denen man annimmt, sie hätten immer noch Geld. Nun geht es schlicht gesagt darum, diese Lücke zu füllen. Ein eigener Rückblick in dieser Sache:
1. Das Berliner Twestival, innerhalb von rund 60 Stunden sportlich aufgezogen, „kostete“ mich zwei volle Arbeitstage und spielte 260 Euro ein. Neue Kontakte, learnings und Spaß mal beiseite gelassen – rein finanziell war das nicht so der Bringer. Nicht, das es mir für den Empfänger charity:water leid täte. „250k and growing“ sind durch die weltweite Aktion bereits eingegangen. Bei den nächtlichen Recherchen kam übrigens heraus, das charity:water schon vormals von den Social Influencers auf twitter gefördert wurde – dieses Glück muss den Wassermännern erstmal jemand nachmachen…
2. Eine Rundmail an 6000+ Menschen auf Xing, die sich gar in der von mir mit-moderierten Gruppe dropping knowledge zu sozialen Zwecken – theoretisch – bekennen, brachte einen Rücklauf von nahezu null. Das war doch recht erschreckend, auch wenn meine Mail vielleicht etwas in der Hektik formuliert war. Unpersonalisierte Rundmails sind aus meiner Liste der wirksamen Kontaktmittel jedenfalls gestrichen.
3. facebook, ein Ort, an dem ich mich noch gar nicht so lange herumtreibe, bietet die recht schöne Option, flott Aktionen aufzusetzen und die eigenen Kontakte dazu einzuladen. Aufgrund der deutliche höher frequentierten Infos, die fb über das eigene Netzwerk vermittelt, scheint mir der soziale Schmierstoff im Gegensatz zu Xing weitaus höher. Ergo: Die Effektivität in Sachen sozialer Aufmerksamkeit.
4. Zurück zu twitter: Mit Ausläufern „brachte“ mir das Herumwirbeln rund um´s Twestival ca. 50 neue Follower ein, auch wenn die Organisatoren in London es in der Hitze der Schlacht vergeigten, mein/unser twitter-Profil auf die offizielle Seite zu stellen. Momentan geht es bei mir in recht imposanten Zehner-Follower-Schritten pro Tag vorwärts, vermutlich, weil ich dank Kanter-Tipps und diverser twitter-Marketing-Tools nun den Opinion Leadern auf der Spur bin… urgs, da bin ich grad ins Bullshit Bingo abgerutscht, sorry.
5. Ich präsentiere euch nun also gerne die Projekte, die mich per Rundmail (!) animierten, den eigenen Spendenaufruf weiterzuleiten. „In allen möglichen Netzwerken und Medien die euch zur Verfügung stehen verbreiten“ wie es da immer so schön heißt. Aber hat man die immer so parat? Wie oft kann man enge Freunde mit Spendenaufrufen nerven? Welches Social Network wäre geeignet? Welche Einzelperson könnten helfen? All das bedeutet zunächst mal unbezahlte Kopfarbeit, will man es halbwegs nett anstellen. Eine Twitternachricht, die automatisch auch bei facebook landet, geht da schnell von der Hand. Davon aber größere oder gar virale Effekte zu erwarten, ist so unwahrscheinlich, wie Michel Friedman erfolgreich das Wort abzuschneiden.
6. Hat dieser Blog ausreichend Leser, um für die Projekte wirklich was zu erreichen? Hätte ich nicht viel schneller auf den Punkt kommen müssen, statt hier meine Abhandlung über Spenden voranzustellen? Hat dieser Blog ausreichend vermögende Leser? Wichtiger noch: Können sich die Leser dieses Blogs mit der ein oder anderen Thematik schnell anfreunden, denn schlussendlich geht es ja um „Nähe“ – ich muss mich sofort vom Projekt hinter dem Spendenaufruf angesprochen fühlen. Wie also kriegt man pointierter eine emotionale Nähe hin? Das scheint mir eine der Kernfragen in Sachen Spenden…
Anyway, die Spendenberechtigten lauten:
WER: Andreas Steffen, Kontakt aus dropping knowledge Zeiten
FÜR WAS: Krebskranke Kinder
WIE: Spendenwettlauf zwischen den Städten, deren Teams beim TOP4-Basketball-Pokalfinale dabei sind (Berlin, Frankfurt, Bonn, Düsseldorf).
EXTRAS: Unter allen Spendern wird eine Übernachtung +1 im Marriott zum TOP4 verlost. Rekordnationalspieler Patrick Femerling unterstützt die Initiative.
WIE HELFEN: Spendenkonto: BASKETBALL AID e.V. Kontonummer: 7476876006 Bankleitzahl: 100 900 00 Berliner Volksbank (Bitte bei Verwendungszweck “TOP4″ und das jeweilige Team angeben.)
WER: Gründer Peter Spiegel, dem ich mal die Hand geschüttelt habe…
FÜR WAS: Förderung von Social Businesses (wirtschaftlich effektive, selbsttragende Unternehmen, die den gesellschaftlichen Wandel statt Profitmaximierung voranstellen)
WIE: Mitgliedschaft ab 150 Euro/Jahr oder Spende
EXTRAS: Hoher Promifaktor unter den Supportern – Zugpferd ist Nobelpreisträger Muhammad Yunus, Kofi Annan unterstützt das Vorhaben, beste Kontakte zum DAX und internationalen Vertretern.
WIE HELFEN: Spendenkonto: GENISIS Institut, Berliner Volksbank, Kto. 2107 734 000, BLZ 100 900 00; Stichwort “Social Business Kampagne“
WER: John, der mir nicht persönlich bekannte Gründer der Seite
FÜR WAS: Server, um das Projekt am Laufen zu halten. Auf bookmooch können Menschen gelesene Bücher vergeben und erhalten – eine sehr charmante Art des weltweiten Tauschens
WIE: 3 Dollar Spende pro Monat sind Johns Vorschlag
EXTRAS: bookmooch bietet ähnlich Wikipedia direkten Nutzen für Spender – kostenloses Wissen innerhalb einer Solidaritätsgemeinschaft.
WIE HELFEN: http://bookmooch.com/m/give_a_little
Tja, nun bin ich mal schwer gespannt, wer aufgrund dieses Postings die Brieftasche zückt. Von welchem Projekt fühlt ihr euch am ehesten angesprochen? Warum ist das so? Wäre toll, wenn wir hier eine Mini-Umfrage zum Thema Spendenmotivation hinkriegten.
Und um jetzt doch noch einen Leserbenefit einzubauen und diesen ellenlangen Post zu Ende zu bringen:
Die Tipps & Tricks der Micro-Donation-Profis @Kanter, @Pistachio, @missrogue, @problogger in plain German – thanks, guys!
1. Konzentriere dich auf wenige Meinungsführer und bitte sie, deine Aktion zu Re-Tweeten (= Nachricht kopieren und weitertwittern)
2. Bitte um Miko-Beträge und denk dir Belohnungen für größere aus
3. Zeige den Spendenstand mit einer Leiste o.ä. in Echtzeit an
4. Mach deine sonstigen Fundraising-Hausaufgaben: Personalisierte Mails, Bloggeransprache, PR, Telefonate etc.
5. Bring deine Freunde zum Re-Tweeten.
6. Benutze Tipjoy
7. Designe ein kleines Icon, das Supporter auf ihr Profilbild pappen können
8. Sende jedem neuen Follower und Re-Tweeter ein zeitnahes, (öffentliches) Dankeschön
9. Verwende ein vielsagendes, kreatives, witziges etc. TwitPic
10. Verlinke auf ein vielsagendes, kreatives, witziges Video
11. Erfinde Spiele wie „Trick or Tweet“
12. Coin a term, z.B. #twestival
13. Stelle Fragen, die deine Follower betreffen
14. Verweise auf nützliche Quellen
15. Bleib in Verbindung, ohne zu spammen
16. Hast du Spaß an deiner Aktion? Das merken deine Adressaten dann auch. Oder eben nicht…
17. Lass die Leute etwas Persönliches hinzufügen – wie können sie deine Aktion „mashen“?
18. What´s in it for them?!
19. Sei whuffie
20. Erzähl eine individuelle, sofort verständliche Story
21. Hol ein Unternehmen rein, das die Spendensumme verdoppelt („Rucksackspenden“)
22. Demokratisiere, was vorher verschlossen war
PS: Viele Punkte gelten generell zum Aufbau von Followern, aber genau darum geht es: Erst das Netzwerk bauen, dann um etwas bitten (dürfen). Null oder wenig Follower = null Effekt – klar.
In weniger als 60 Stunden konnten wir das Berliner Twestival organisieren und 260 Euro an charity:water spenden!
DANKE AN:
Ökologe Daniel Dahm für seinen Impulsvortrag “Kommt, wir retten die Welt”. 101 Charts fluffig vorgetragen – auch das wohl ein Rekord.
Tex Drieschner für´s Verleihen seiner hochgeschätzten Anlage und die Vermittlung von…
Benny Kreisel für seine Songs über Tod und Liebe und den sonderbaren Getränkewunsch “Ingwertee und Whiskey auf Eis”.
Simon für das Hernaschaffen, Auf- und Abbauen der Anlage aus dem X-Berger Edelweiss. Ansonsten macht er “atmosphärischen Trip Hop in russischer Sprache mit unheimlichem Suchtpotential”.
Philip Steffan für das DJing und diesen sonderbaren twitter-Song
Sebastion Sooth, Co-Organizer, Klarmacher des Oberholzes, Schildchenaufsteller, Twitterwallorganisator und Berliner-Web-Szene-Anzieher
Ansgar Oberholz & Crew für die Location und als Spender diverser Getränkerunden
Andre Maneck, der sich unbekannterweise per twitter für den Transport des Sounds zur Verfügung stellte
Daniel Böse stellvertretend für alle, die diesen Schnellschuss noch medial ankündigen konnten. Und das gute Gespräch ;-)
Alle Tippgeber in Sachen Künstler, Locations und Netzwerke!
Amanda, Psychologin, Motivatorin und Weltorganisatorin
Und natürlich: Unsere Gäste und Spender!
Einer der Überraschungsgäste. Bild klicken und mehr sehen: