Archiv der Kategorie: Geist

Fressen und vergessen werden

Auf der Grünen Woche in Berlin wird derzeit geschlemmt, getrunken und gute Laune gemacht. Die industrielle Lanfwirtschaft gibt das Motto vor: Aus weniger Boden immer mehr rausholen, denn die Weltbevölkerung wächst und will ernährt werden. Im letzten Jahr durfte ein BASF-Vorstand schamlos die Notwendigkeit der Gentechnik präsentieren – dass aus der Erde nicht mehr rauszuquetschen ist, als sie auf natürliche Weise nachbilden kann, dieser einfache Fakt scheint den Agrarlobbyisten fern. Themen die ebenfalls ungern angesprochen werden: Die Monopolisierung von Saatgut oder Subventionen auf industrielle Nahrungsmittel, die Bauern etwa in Afrika keine Chance auf fairen Wettbewerb und Einkommen lassen. Es lohnt sich die Fakten des aktuellen Weltagrarberichts gegenzulesen – ein Auszug:

In Kalorien ausgedrückt, ernten Landwirte heute weltweit etwa ein Drittel mehr, als für die ausreichende Versorgung aller Menschen notwendig wäre. Während sich in den vergangenen vierzig Jahren die Weltbevölkerung auf etwa 6,6 Milliarden Menschen verdoppelte, stieg die Produktion der Landwirtschaft im gleichen Zeitraum auf etwa das Zweieinhalbfache. Ein wachsender Anteil dieser Produktion dient allerdings nicht mehr der menschlichen Ernährung, sondern wird als Tierfutter, Treibstoff und für andere industrielle Zwecke eingesetzt. Zwischen 1970 und 2007 sank der Anteil der Unterernährten an der Bevölke- rung in den meisten Ländern; zunächst schnell, dann immer langsamer. Seit Mitte der neunziger Jahre steigt ihre absolute Zahl wieder an, nach den Preisexplosionen auf dem Weltagrarmarkt 2007/2008 auch ihr prozentualer Anteil an der Weltbevölkerung. Heute hungert fast jeder sechste Erdenbürger. Seit sich 1996 die Staatschefs auf dem Welternährungs-Gipfel feierlich verpflichteten, die Zahl der Hungernden bis 2015 um 415 Millionen zu senken, stieg diese stattdessen um weitere 200 Millionen auf über eine Milliarde.

Das Nest wird sich kommenden Freitag auf der Greenwash Woche umschauen und in katastrophensicheren Anzügen ein paar Korrekturen vornehmen. Außerdem präsentieren wir eine Weltneuheit: CCS!

“Cow, Capture & Storage”

Wilde Woche mit Workshop

Eine Woche, drei Events, jetzt glücklich aus dem Bett bloggend.

Jedes einzelne verdient mehr Aufmerksamkeit, als ich es hier jetzt nur kurz anreißen kann/will:

  1. Palomar5 Summit: Nach sechs Wochen Zusammenarbeit präsentierte ein Team von 30 Menschen U30 ihre Ergebnisse zum Thema “Zukunft der Arbeit”. Die Präsentationen hatten Höhen und Tiefen, manche Idee habe ich im Netz schon mal in besser gesehen. Bottom-line: It’s not the future, it’s the friendship, stupid. Man sah eine zusammengewachsene Kreativkommune mit spannenden, intelligenten, überzeugenden Charakteren, nur noch keine Ergebnisse im eigentlichen Sinne. Tolle Gespräche mit den Teilnehmern nach dem offiziellen Ablauf. Fortsetzung folgt hoffentlich. Den Damen und Herren jetzt erstmal angenehme Entspannung nach harter Arbeit am und im Camp!
  2. F*!

  3. Utopia Konferenz: Man hatte sie schon fast wieder vergessen, rumgemeckert am Redesign, von Rausschmissen gehört. Gründerin Claudia Langer legte zu Beginn der Konferenz überraschend alle Karten auf den Tisch und sprach von harten Zeiten. Utopia offline erwies sich mal wieder als wertvoll. Eine tolle Veranstaltung mit spannenden Speakern wie Harald Welzer und Morten Lund (Bild oben), die wir auch interviewen durften. Alte Bekannte und freundliche neue Gesichter getroffen, aber selbst in den verlängerten Pausen kaum Zeit für konzentrierten Austausch. Gefühl der Überinformation setzte schon hier ein, trotz konkreter Roadmap am Ende der Konferenz das Gefühl: Einfach mal machen, einfach mal wieder vor den Rechner klemmen und Aktionen statt Diskussionen. Üppiger Goodiebag. Danke dafür, die nachhaltige (hochklassige) Szene auch in (eigenen) Krisenzeiten zusammen zu bringen.
  4. Re:think the Climate: Unser eigener Workshop unter Anleitung der Kollegen von Ingosu. Mit der Methode des Design Thinking wollten wir der komplexen Klimathematik auf den Pelz rücken. Im ersten Teil (Infos reinziehen) nicht viel Neues, wenn man eingelesen ist. Dann sehr leidenschaftliche Gespräche in meiner Gruppe, tolles Brainstorming. Erst beim Abendessen mitbekommen, das andere Gruppen wohl zäher abliefen. Menschenzoo eben. Selbst rumcatern und denken strengt an. Wünsche mir eine Woche Urlaub, aber es geht Volldampf gen Kopenhagen, für mich von Berlin aus.

Lieblings-Outtake vom Workshop: Die Klu-Klux-Klima-Bürgerwehr…

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Hier noch mehr Bilder.

<a href=”http://www.flickr.com/photos/daniel_dropping/4138996158/&#8221; title=”F*! von daniel_dropping bei Flickr”><img src=”http://farm3.static.flickr.com/2625/4138996158_7ec6edaca7.jpg&#8221; width=”500″ height=”281″ alt=”F*!” /></a>

Der Hebel (Post #100)

Was ist dein Hebel für eine nachhaltige Welt? Video einsenden und bei der Utopia-Konferenz im November dabei sein:

Utopia zeigt und feiert die zehn interessantesten, ungewöhnlichsten, schönsten und wichtigsten persönlichen Hebel unserer Utopisten im Video auf der diesjährigen Utopia-Konferenz in Berlin. Und die zehn Gewinner des Video-Wettbewerbes werden stellvertretend für die gesamte Utopia Community nach Berlin eingeladen.

Das diesjährige Thema der Utopia Konferenz “Roadmap for the next 10 years – die größten Hebel für den Wandel” ist zugleich die Vorgabe für den Inhalt des Videos. Was glauben Sie persönlich, was der größte Hebel für eine nachhaltige Entwicklung ist? Was bewegt wirklich etwas?

15 great books on social media (out of 100 found via Twitter)

I’m back from a short holiday at my parents. We walked hills, swam lakes, drank coffee, chatted. Just wonderful. Besides, I read Seth Godin‘s „Tribes – We need you to lead us“ and also a good chunk of „Wikinomics“ by Don Tapscott and Anthony D. Williams.

Easy to guess, both books are in favor of the opportunities Web 2.0 offers us nowadays (low costs of communication, open source, global reach etc.). While Godin takes these as a natural and much more concentrates on leadership and empowering people („tribes“) to follow you – now that one has these opportunities at hand, there’s in fact an obligation to go for your dreams, he says.

Both books are bold, extremely positive („American“) and thus… great. Both remind me that I should push my project the ambassador and implement their findings in our company (rather: network) nest. In the midst of this relaxed environment and inspiration I stumbled upon a tweet about the „100 best books on social media“, so of course I had a glance. From there I picked my 15 favourites with a firm will to really read them in the next couple of months consume a good part of these somewhen. More important: Getting to action after reading ;-)

Here they are (links lead to blog/website of author/s):

Twitter Power, Joel Comm
Groundswell, Charlene Li + Josh Bernoff
The New Rules of Marketing and PR, David Meerman Scott
The Whuffie Factor, Tara Hunt
ProBlogger, Darren Rowse + Chris Garrett
Social Media Marketing, David Evans
Free, Chris Anderson
Smart Mobs, Howard Rheingold
Naked Conversations, Robert Scoble + Shel Israel
The Wisdom of Crowds, James Surowiecki
Linked, Albert-László Barabási
Putting the Public Back in Public Relations, Brian Solis
Buzzmarketing, Mark Hughes
Blogging Heroes, Michael A. Banks (links to free e-book!)
The New Age of Innovation, Prahalad + Krishnan

Seth Godin asks a favor at the end of his book: „Give this copy to someone else“. So I’ll ship the book to whoever comments this article first! Meanwhile, if you own one of the books above, I’d be glad you could lend, donate or sell it to me, just as you wish.

Buzzmarketing

Don Tapscott on “Rebuilding the World”

(gefunden bei Ulrike Reinhard)

“If a hundred years ago your job would´ve been to design the transportation system for the 21st century and I gave you some design principles and the design principles were: It must use as much energy as possible, it must kill as many people as possible, it must use as much physical territory of the planet as possible, it must build obsolecent entities so that you need to replace the vehicles that move you around, say, every three or four years, it must release as much carbon externalities into the air as possible, well, what would you come up with? You would come up with the internal combustion engine automobile and the highway system we have today…”

The new keynote “Rebuilding the World” by Don Tapscott from Sander Duivestein on Vimeo.

#wrangelkiez

Liebe Alle,

jeder der schreiben, knipsen, filmen, reden oder einfach nur zuhören kann sei eingeladen zum Social Design Projekt Wrangelkiez Collection.

Fünf Tage lang erkunden acht internationale Designer die Nachbarschaft, suchen nach den versteckten Ressourcen des Kiezes und diskutieren mit den Einwohnern, was gebraucht wird und was den Wrangelkiez so besonders macht. Gemeinsam mit den lokalen Handwerksbetrieben und Kultureinrichtungen entwickeln die Designer Konzepte zur Belebung des sozialen und wirtschaftlichen Austausches. Dabei entstehen Produkte, graphische Arbeiten oder Dienstleistungen, welche die Kommunikation und Vernetzung unter den Anwohnern fördern.

Die lieben Designer tigern gerade durch den Kiez auf der Suche nach Problemen, ich sozialmedialisiere aus der Internetkneipe um die Ecke. Dank Kai haben wir auch einen sehr geilen Multimedia-Stream am Start.

Wenn ihr uns supporten wollt, dann stellt Bilder, Filme oder Tweets ins Netz und tagged das Ganze mit #wrangelkiez – wäre toll, wenn wir so eine gewisse Graswurzelaufmerksamkeit bekämen.

Jeden Tag um 19 Uhr gibt es eine offene Präsentation zu den Ergebnissen des Tages – ihr seid herzlich eingeladen. Wer wie ich für gewöhnlich im Prenzlauer Berg zwischen den Jungfamilien dahinsiecht, dem sei gesagt: Kreuzberg ist anders. Und immer einen Besuch wert!

Events für Nachhaltige, Sozialdesigner, Digitallebende, Singer/Songwriterhörende und überhaupt irgendwie Interessierte

Holla, der Juni hat es in sich. Ich empfehle inbrünstig folgende Events von Freunden und Kollegen. Bin jeweils auf die ein oder andere Art involviert und z.T. selbst vor Ort:

3. KarmaKonsum Konferenz am 19. und 20. Juni 2009 in Frankfurt

Unter dem Motto „Strategien für LOHAS (Lifestyles of Health and Sustainability) und neues Wirtschaften” treffen sich zum dritten Mal Entscheider und Vordenker auf der führenden Businesskonferenz und Networking-Veranstaltung im Wachstumsmarkt Nachhaltigkeit und neogrüner Lifestyle.

Mehr Informationen zu den hochkarätigen Referenten aus Forschung, Wirtschaft und Kultur, die aus unterschiedlichen Perspektiven eine Neudefinition von Wirtschaft im Kontext der Wirtschaftskrise aufzeigen, finden Sie online unter:

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THE WRANGELKIEZ COLLECTION vom 3. bis 7. Juni in Berlin-Kreuzberg

The neighbourhood around the Wrangelstrasse in Kreuzberg is one of the most audacious grounds for creatives in Berlin. A place of cultural diversity on one hand, and severe social problems on the other, known for its vivid nightlife.

During five days, eight international designers will explore the neighborhood for archetypes, resources, and inspiration. Based on their findings about existing crafts and cultural facilities, each will present proposals to catalyze social and trading interaction in the Wrangelkiez – products, graphics or services that improve communication and relations within the community.

The headquarter, an open office in the midst of Wrangelstrasse will „live“ and interact with inhabitants and pedestrians walking by. Together they cross the borders of cultural and social differences and build bridges for future cooperation.

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Dresden Future Space und Digital Life Pitch am 19. Juni in Berlin-Mitte

Die Interaktionen zwischen Unternehmen und Konsumenten verlagern sich immer stärker ins Internet. Wo beide Sphären aufeinander treffen, ergeben sich Potenziale, Chancen, aber auch Probleme. Wie bestimmt die Entwicklung des sozialen Webs die Zukunft von Unternehmen? Beschleunigt das Social Web Veränderungen im Unternehmen? Ändern sich Geschäftsmodelle dadurch radikaler? Diesen und weiteren Fragen widmet sich der 3. Dresden Future Space, der diesmal zu Gast in Berlin sein wird.

Im Anschluss an die Veranstaltung findet der 1. DIGITAL LIFE PITCH statt, der gemeinsam von der Eventagentur vogelfrei und der T-Systems Multimedia Solutions veranstaltet wird. Neun ausgewählte Start-ups aus den Bereichen Social Media, Web 2.0, Digital Life, Mobile Content, interaktive Unterhaltungsformate, Blogs, Web TV präsentieren sich dem Publikum, um Mitstreiter zu finden.

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TV Noir Jubiläumsshow am 5. Juni in Berlin-Kreuzberg

TV Noir, die Show der Singer/Songwriter, feiert mit alten Freunden und hervorragenden Talenten: Die Show besteht nun ein Jahr, die 20ste Folge steht an, und das Format wurde soeben unter 1700 Bewerbungen für den Grimme Online Award nominiert. In der ersten Hälfte gilt das bewährte Wohnzimmer-Konzept von TVnoir: Zwei Musiker (Florian Ostertag und John Watts von Fischer-Z) plaudern mit Moderator Tex über ihr Leben und stellen unplugged ihre Songs vor. In der zweiten Hälfte wird es dann laut: Angelika Express, Sven van Thom und Alin Coen spielen in voller Bandlautstärke. Alle drei waren schon Gäste bei TV Noir, bevor sie Lieblingskinder der Mainstream Medien wurden (Sven van Thom: Bundesvision, Alin Coen: Pop Cracks, Angelika Express: ZDF „Heute“, Arte)

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Interesting Berlin am 12. Juni in Berlin, Landsberger Allee

Sprich über eine Herzensangelegenheit oder eine spezielle Leidenschaft. Erzähle uns etwas Ungewöhnliches, Spannendes, oder einfach Verrücktes. Erzähle uns etwas, worüber du schon länger nachdenkst, aber worüber Du vielleicht noch nie mit jemandem gesprochen hast. Oft sind es genau diese Ideen, Gedanken oder Hirngespinste, die auch andere Menschen begeistern und zum Nachdenken anregen. Es ist dir völlig frei, was du erzählst und vor allem, wie du es erzählst. Solange es interessant ist. Gib uns in 5 oder 15 Minuten die Möglichkeit deiner ganz persönlichen Geschichte zu lauschen und an deinen Gedanken teilzuhaben.

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Vom Lernen und Lachen

Achtung, der Name ist etwas lang: „Grameen Creative Lab Klassentreffen“. „Grameen“ nennt sich die Unternehmensfamilie von Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus (vorrangig für sein Konzept der Mikrokredite bekannt), das „Creative Lab“ ist eine in Deutschland ansässige Unterabteilung und Denksportgruppe mit tollen Menschen, die am vergangenen Samstag nun eben das Format des „Klassentreffens“ ausprobiert hat. Federführend ist ein gewisser Hans Reitz, „Creative Advisor to Mr. Yunus“, Multi-Entrepreneur, Handshaker von Leuten wie Bill Clinton, Richard Branson und den anderen WEF-Schnittchen, dabei dennoch ein völligst nahbarer Typ und ganzheitlicher Kopf, den man mal gesehen haben sollte.

p1000553Wenn Frau spricht, hört Mann brav zu. Schwarz auf grün wirkt übrigens knackig. Kurze grüne Hose auch.

Nun fand diese Veranstaltung an einer Wiesbadener Hauptschule statt, die von Reitz betreuten Schüler hatten die Orga gestemmt und rockten per Schülerband auch gleich mal einen feinen Auftakt hin. Zwar konnte man in den folgenden 45-minütigen Sessions kaum eine Idee ernsthaft in die Tiefe denken und am Vormittag war´s dann doch ein bisschen zuviel des guten Yunus. Die meisten Gäste waren zumindest basal über das Thema und Grameen informiert und ich wär gern schneller ins „Doing“ gekommen bzw. in die Adaption für die eigenen Projekte. Oben drüber stand jedenfalls Yunus` Konzept des „Social Business“ und plakativ erklärt geht das so: Das soziale Unternehmen zielt auf die Lösung eines gesellschaftlichen Problems mit wirtschaftlichen (effektiven, spendenunabhängigen) Mitteln. Oder so. Also jedenfalls: Welt retten und trotzdem Geld verdienen geht neuerdings in Ordnung. Nun, lest euch halt selbst ein.

p1000552Wenn Frau schmorrt, tut Mann Seltsames.

Den Zauber jedenfalls brachten die Teilnehmer mit, allesamt fähige, pfiffige und dabei entspannte Mitmenschen, die in den meisten Fällen schon ein eigenes Social Business im Gepäck hatten oder das Yunus´sche Paradigma auf ihre Projekte anwenden wollten. Im direkten Vergleich zum taz-Kongress also eine deutlich wirkungsvollere Gemeinde, die sich nicht in der Systemkritik ergeht, sondern lieber selbst Neues in die Welt bringt. Auch in einer gemütlichen Wiesbadener Bar nach der eigentlichen Veranstaltung fanden sich die Teilnehmer fast geschlossen wieder ein, um dem Networking weiter zu fröhnen. Aber eben nicht so fies, wie das auf gängigen Business-Konferenzen abläuft, sondern mit echter Neugier und dem Willen zum Verschenken von Wissen und Kontakten. Am Sonntag ging´s noch zum Frühstück in das von Reitz miterfundene Café „Perfect Day“, wo den gemeinen Berliner zwar die Preise umhauten, aber es gab eben auch top-fairen Dschungelkaffee samt Ingwer-Orange-Bio-Smoothie dafür (ja, soweit isses schon mit mir).

dkomm bedankt sich und sieht Fortsetzungen freudig entgegen ;-)

30 Jahre taz! Die Welt ist immer noch schlecht…

axel-breitSo nah und doch so fern: Von ein paar Straßen weiter schickte der Axel-Springer-Verlag Geburtstagsgrüße ins neue taz-Layout.


Schön war´s, das mal voraus geschickt. Nur einen Hauch älter als ich feierte die taz am vergangenen Wochenende ihren 30. Geburtstag mit einer stattlichen Konferenz und einem neuen Layout. Ich hätte vorher nicht gedacht, dass sich eine (zwar bekannt linke) “unabhängige” Zeitung derart zu Protest, Wut, NGOs und Aktivisten bekennt. Wörter wie „Neo-Liberalismus“, „Bullen“ und klare Anti-Statements zu Westerwelle und CSU als rote Tücher gehörten hier zum üblichen Jargon und manche Ideen, Ansichten und Kommentare überstiegen dann selbst meine Vorstellungen von einer gerechten Welt (bzw. wie sie realistisch zu erreichen wäre).

apfelfront

Ob der anti-nationale “Pink Rabbit” mit der “Front deutscher Äpfel” gut Freund wird? Szenen der taz Aktivisten-Gala.


Da präsentierte sich z.B. ausgerechnet die Naturfreunde-Jugend Berlin bei der „Aktivisten-Gala“ am ersten Kongressabend mit dem „Pink Rabbit“. Der Plüschhase mischt sich immer dann ein, wenn es um nationale Inszenierungen geht. „Wir wollen keine Werbung für Deutschland. Wir wollen Deutschland nicht“, heißt es im begleitenden Flugblatt. Die Idee ist witzig, sorgt für Aufmerksamkeit, der Zweck – Auflösung der Nationalstaaten – mag angesichts globalisierter Verhältnisse sinnvoll sein. Vorrangig und erreichbar sind meiner Ansicht andere Themen…

welzer

Das Buch habe er gelesen, bei der Anmoderation brachte der taz-Mann (links) die Vita von Harald Welzer allerdings gehörig ins Schwanken.


Der gute, alte Klimawandel etwa. Sozialpsychologe, Kulturforscher und Utopia-Kollege Harald Welzer gab dem Thema neuen Zündstoff und stellte die Thesen seines Buches „Klimakriege – Wofür im 21. Jahrhundert getötet wird“ vor. Das waren 45 Minuten freie Rede und pure, beängstigende Unterhaltung. „Illusorisch“, nannte Welzer den Zustand der „superreichen“ Staaten wie Deutschland. Während wir unsere luxuriöse Infrastruktur, Ordnungspolitik und weitestgehend gewaltbereinigte Umgebung als gegeben wahrnehmen, löst der von uns befeuerte Klimawandel anderorts und genau jetzt (!) bereits haarstäubende Konflikte aus. Beispiel Darfur: Gen Süden nimmt die Verwüstung zu, die Menschen flüchten vor den Klimafolgen, territoriale Konflikte entstehen, erst dann (!) werden ethnische Gründe hinzugetextet und korrupte Politiker, Waffenschieber und weitere Kriegsgewinnler halten das Ganze am Laufen. Was der Westen in die Atmosphäre bläst, lässt Menschen aus Afrika nach Spanien flüchten. Was tun wir, anstatt an der Wurzel des Problems zu arbeiten (aka Kohlekraftwerke abschalten, E-Autos etablieren, konsequent auf Erneuerbare umzusteigen usw.)?! Wir gründen FRONTEX, den internationalen Zusammenschluss von Grenzwächtern – wir halten unsere Opfer draußen, die nach immer komplizierteren Fluchtwegen suchen und entsprechend häufiger… sterben.

rosa-rose

Agit-Gartenzwerge, Bio-Samen und das Motto einer grünen Generation – Activist-Kit der “Gartenpiraten”.


Dass 80 Prozent der weltweiten Energie nach wie vor aus fossilen Brennstoffen gewonnen wird, dass eine globale Gesellschaft auf einer defintiv endlichen und planetar absolut schädlichen Ressource begründet ist, das nennt Welzer „bizarr“ und ich konnte nur heftig nicken, wenn ich nicht gerade wieder verzweifelt den Kopf schüttelte. Auf seinen Vortrag folgten nicht zum ersten Mal grandios dümmliche, irrelevante oder selbstdarstellerische Kommentare aus dem Publikum (natürlich nicht ausschließlich). Dabei sollte die Diskussion um Themen (Klima, Krise oder Tierschutz?) und Formate (Flashmobs, Online-Petitionen oder old-school Straßendemo?) endlich beendet werden! Sonderbar, wie sich eine ohnehin zu schwache Bewegung gegenseitig im Weg steht und kritisiert. Angesichts der massiven und komplexen Probleme ist die Lage doch so:

Alles ist erlaubt, jeder kreative Weg recht, jedes Talent ist einzubringen. Wenn sich eine Freundin von mir neulich für den sonderbar erscheinenden Schutz der Fledermäuse begeistert – dann los! Wenn Welzer kritisiert wird, was er als Wissenschaftler denn selbst gegen die Zustände unternähme – dann Klappe halten! Und selber aufgrund seiner Erkenntnisse aktiv werden! Notwendig ist eine flächendeckende Re-Politisierung, ein Entkrampfen des Aktivismus hin zur Notwendigkeit und Bürgerpflicht, Rahmenbedingungen und soziale Akzeptanz zu schaffen für solche, die sich mit den Gegebenheiten nicht abfinden und schlussendlich für ALLE (Banker, Handykids, digitale Bohéme, Nido-Leser, also jeden, den es einen Scheiss interessiert) an der – sagen wir es mal deutlich – Rettung dieser Erde im Großen und Kleinen arbeitet.

twall

Hier und da wurde die Gründerzeit-taz-Klientel mit neuen Medien überfordert und während andere brav am Mikro anstanden, eroberten wir uns zügig die Meinungsführerschaft an der twitterwall.


Da wo alles anfing, zwischen Bundeskanzleramt und dem Haus der Kulturen der Welt, gründeten wir an diesem Wochenende „nest – Ideen-Agentur und Social Media Beratung für ökosoziale Zwecke“. Und hoffen, „der Bewegung“ damit zur Seite zu stehen. Nicht für ein Thema, sondern für alle, die intelligent und effektiv an einer besseren Welt arbeiten. Mit den uns gegebenen Fähigkeiten.

yes-andy

Auch Andy Bichlbaum von den Yes Men musste sich mit dem ein oder anderen sinnfreien Kommentar der Germans herumschlagen.


Um es mit Welzers Worten zu sagen: Schönen Sonntag noch!

Und: Besten Dank, neue/alte taz.

Wisdom of Crow(d)s or the coolest piece ever written about birds & the web

I didn´t expect a natural phenomenon to happen right in the middle of Berlin. But so it did. Here´s how and how it turned out to be a great metaphor for social action in the net. Tired from a not so thrilling conference I walked along the river Spree towards the massive Bundeskanzleramt – Angie Merkels White House, if you want. I stopped where the huge walls of the building run into one cone end. Pretty impressive by its own, I soon figured crows flying from left to right through the vast circular holes of the walls.

(ok, due to my lack of proper English to express architectural shapes, let me give you an impression. This is quite like where I stood, to the right comes the cone end and clearly to see, there´s those big built-in holes)

bka-swarm

Maybe it was the sleepiness that tuned my brain to gamma-waves, but it was one of those moments that might appear ordinary for any other person, but pretty special to you being in the right mood for „seeing things“. So crows came from left to right and right to left flying through that hole as if they were making fun of the million and kilo heavy, grey design monster. „Kra, kra“. Alright. I walked on. More „kra, kra, kra“ above my head and I saw them flying across the top edge of the building. Arrows of black, not too fast, rather floating. The „flap, flap, flap“ of their wings came to it. I sat down. I saw them building dark clouds over at the other side of the river. I bended backwards over the bench, looking straight into the sky. „Kra, flap, kra“. It just did not stop. They did not stop. Ever more lines of crows flew over that roof edge and darkened the sky. I don´t give you a stupid crow photo from flickr here, imagine just the biggest accumulation of birds possible – that´s what it was.

I began trying to figure out a plan behind their flight direction. Who was leading? Who had the idea to settle on that tree across the river, so many now, that the tree carried far more load than it had with its leaves back in summer? Inside the stream of birds were outliers, mini flocks doing their for a short span of time, yet keeping connected to the whole. Now, the thing about staring in the sky or staring at anything is that people join you, because they don´t want to miss the show. Two other guys, according to their style coming from the same conference, stopped and watched with me. Their smiles and shaking heads told me that I wasn´t the only freak seeing something rare in this. The swarm left the tree (it were far too many for one tree, so some sat on trees nearby or kept circling the center). Again, if they wouldn´t have looked all the same, I might have been able to figure out the boss of that armada. Nope.

dohle-murnauA picture that hang in an office on a total different occasion a few days after publishing…

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Krankheiten

Eine Ex-Kollegin nimmt nach schwerer Krankheit den Stress durch Vorgesetzte nicht mehr so ernst.

Ein Energiebündel mit beängstigender Performance, die mich beinahe einschüchtert, wird von einer beängstigenden Krankheit getroffen.

Ein Verwandter stirbt und meine Familie erbt nötiges Geld.

Eine Kollegin fällt durch Burn-out aus, ich kriege den Job zugeschustert.

Eustress führt mich meinerseit in eine üble Erkältung mit Atemnot, Herzrasen und Schluckbeschwerden. Ich muss ausruhen und komme wieder runter.

Das alles kürzlich in meinem Umfeld. Ganz ohne Wertung. Aber Wert haben Krankheiten eben doch.

Why twitter is more than “this latest hype most people don´t get”

Tapio Liller from Oseon Conversations pledges for “firestarters”, twitter-users that spread the fascination to the non-believers (thou shalt rethink!). He explains that explanation is hard, unless you´ve experienced the “emotional pervasion of the new” by yourself. True. Inspired by this, I want to reflect on my own emotional fascination for micro-blogging and muse about some noteworthy personal experiences with twitter.

1. Each tweet is micro-PR. I synchronized my tweets with my facebook-updates, so whenever I post on twitter, it also shows up on facebook. It gives me just a good feeling when I can spread interesting stuff or positive news to my social network instantly. I see so many cool things per day, it would kill me (and the receivers) to send out a newsletter about this all time of the day.

2. Yes, twitter means tons of information unlike any other social network before. But you choose when you watch the stream of info and whom you watch. That brings a certain sense of “info fortune” into it. I´d even say it totally changed (at least for the “”firestarters”) the way we receive news, because our peer group decides on what they find interesting and thus one receives for-me-from-friends-news in hyperspeed.

3. I used to be a intense Xing user, but compared to twitter, it´s like a lame duck swimming against a shark on drugs. My expectation to receive news, mails, info etc. in a certain short timeframe raised. I´m not yet sure if this is really healthy for me. Just now I´m pretty sick because the past days were far too speedy and twitter was the medium to this. While business networks allow to display your career path quite extensively, I still think I know my twitter contacts much better just from a few 140 sign messages.

4. On twitter you can throw questions in the nowhere and most often “nowhere” answers quickly. I got a sleeping place (from Tapio!), a drive, a book tip, computer troubleshooting consulting, background information for an article and last not least chatted about the strategy of Jay-Z to just remix every star there is. You do no longer have to ask your brain who could be the right person to ask. You ask twitterverse.

5. The bottom line is that twitterers are friendly, helpful people. They have fun enjoying this new playground. Most people are there to share valuable info from their world or just retweet the good stuff of others. Even if some in there plan to professionally market their business (I do in parts), they still have to apply to the rules of kindness and easy-going – or they´ll miss their targets.

With a partner I´m about to launch an agency for social causes that heads right into this direction. One of the first projects we support is http://www.coalforobama.org and initiator Daniel Boese doesn´t get tired to cite Clay Shirky:

1. The internet runs on love. 2. Dont ask for the business model. Ask whether the users care about the site and care for each other.

Berlin UnStills

Da war noch alles schön mit dem Winter. Aufwachen und alles weiß. Durch den Schnee schlendern, während die anderen Eis kratzen.
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Hunde und Kinder gehören zu meinen Lieblingsmotiven. Sehen immer putzig aus und bewegen sich komisch. Außerdem ausschweifende Emotionen ohne erkennbaren Grund.
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Einige Tage vorgespult: Weiter Winter, Schneematsch, Niesel, Rutschgefahr und wieder von vorn. Derweil brüten über eine Weltretterklitsche der Extraklasse.
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Brüten aus der Vogelperspektive. Alles noch so geheim, das wir hier nur Beine und Hüte der Mitarbeiter zeigen können.
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Dann ging es auf in die Nacht und ab zum Karaoke. Immer gut: Kontrast und eine Prise (Tonnen von) Schnee.
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Flocken im Blitzlicht machen ebenfalls viel her. Dahinter die Gesangsgruppe in bester Laune, stapfend.
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Also eigentlich war oben ´ne geschlossene Gesellschaft im FC Magnet, aber ein netter Typ ließ uns trotzdem rein. Der Kollege aus Neuseeland genießt hier gerade das Buffet.
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Hier zwo Opinion Leader des Internets. Die Dame links wird nicht so gerne fotografiert, betont sie immer wieder.
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Der Autor und die Frage, warum das rote Lichtlein beim Knipsen noch an war.
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Dann

Dann hatte ich meinen Text geschrieben und ging nach draußen in die Pause.

Dann sah ich wieder, wie ein Hund nur ein wenig Gras und einen Ball braucht und nahm mir ein Beispiel daran.

Dann bemerkte ich die Blicke der Leute, die sich wunderten, dass da jemand einfach nur saß und nachdachte.

Dann dachte ich an ein Buch, das beklagt hatte, dass Menschen immer gerade ein Ziel verfolgen – laufen, Wäsche waschen, Leute treffen – und das Buch hatte recht.

Dann fielen mir fünf Dinge gleichzeitig ein.

Dann ging ich nach Hause und machte den Abwasch und hörte Musik.

Dann gratulierte mir ein Festangestellter nachträglich und fragte: “Abwasch? Musst du nicht arbeiten um diese Zeit?!”

Dann sagte ich: “Ach, weißt du…”

Dann überlegte ich mir, dass auf so ziemlich jede Frage des Lebens ein Pearl Jam Lied die Antwort weiß:

PS: Nette Ergänzung zum Tagesabschluss – der Weltklassemusiker Joshua Bell spielte als Straßenmusiker – und keiner hörte hin.

Weltrettung Januar 09

154770945_e9c23e2051http://www.flickr.com/photos/mishox/

Der erste Monat ging mit spannenden Projekten gut los. Diese hier habe ich mir angeschaut – bitte nachmachen:

Aktion Uwe

Ich kenne die Anna. Anna kennt Ole. Und Ole kennt jetzt Uwe. Der ist obdachlos in Hamburg. Ole hat sich seine Geschichte angehört, das Ganze in seinen Blog geschrieben und um Starthilfe für Uwe gebeten. Innerhalb von 24 Stunden sind die meisten Dinge bereits zusammen gekommen und nun geht es weiter mit Uwes Traum, ein Café für Obdachlose zu eröffnen. Einfach ´ne tolle Jeschichte. Hier zu verfolgen.

IT für Benin

Durch die Sterntaler von Palomar5 bin ich an Ulrike vom WE Magazine geraten. Und die will gebrauchte Laptops und Handys zu SOS Kinderdörfern in Benin (Afrika) bringen. Momentan sind wir eine Truppe von sechs Leuten und planen von der Impfung, über die Zollbestimmungen bis hin zum Fundraising per twitter alles durch. Sehr schön, sehr spannend. Freu mich druff!

Grameen Creative Lab

Auf dem 2. Vision Summit zum Thema Social Business wurde das “Grameen Creative Lab” ins Leben gerufen. “Grameen” nennt sich die Unternehmensfamilie des Nobelpreisträgers Muhammad Yunus (Mikrokredite). Sein “Creative Advisor” in Deutschland heißt Hans Reitz, ist ebenfalls ein feiner Kerl und hatte vor kurzem nach Wiesbaden zum Austausch geladen. Da konnte ich nicht, war aber nun zum Berliner Nachtreffen. Sechs Menschen wollen jetzt ihre eigenen Projekte untereinander voran bringen und evtl. Externe in ihren sozialwirtschaftlichen Bestrebungen unterstützen (Uwe zum Beispiel ;-).

Survival

… setzt sich für bedrohte indigene Völker ein. Mir nichts dir nichts werden die nämlich von Firmen ihres Landes vertrieben und gehören somit zu den aussterbenden Kulturarten. Ich überlege, wie ich die Kollegen ins eigene Projekt the ambassador einbinden kann.

Tauschringe

… gibt es in Berlin und sonstwo und ganz besonders viele in meinem Kiez Prenzlauer Berg. Gute Gelegenheit, um eigene Experimentaldienstleistungen (Hund ausführen, Kind zähmen, Omi füttern) anzubieten und den eigenen Horizont zu erweitern. Im Tausch krieg ich vielleicht ´nen fitten Designer für meine Projekte an die Hand. Sehr netter Gedanke.

Also, bei den Guten geht was. Toi, toi allerseits!

Neustart

Nach leichtem Anbloggen formt sich langsam das Konzept für diese, ähem, dynamische Interseite.

1. Es wird nach wie vor um tolle Bücher und die Erkenntnisse darum gehen. Aber nicht so akribisch, wie ich es weiter unten versucht habe. Nach einem Arbeitstag vor dem Computer mit Buch und Computer schlecht im Bett zu liegen und nochmal die Highlights abzutippen, gehört nicht zu meinem Gesundheitsplan. Manage die Buchsache über goodreads und bei intensiven Einleuchtungen steht´s hier als Post. Das Buchwissen speichern werde ich mit gezeichneten MindMaps und dann einscannen für euch. Also, höchstwahrscheinlich jedenfalls.

2. Es zeigt sich, das diese Wunsch-Tagesabläufe so gut wie nie zu Stande kommen. Ich steh zwar auf ein ausgeglichenes Leben, dennoch bin ich da in vielen Dingen zu launisch, faul oder einfach (zu) sehr mit aktueller Arbeit eingedeckt. Dafür probier ich morgen mal um 6:30h im Schwimmbad meiner Wahl zu stehen. Mal sehen, wann ich danach für ein Nickerchen ins Bett muss.

3. Der janze Blog wird unregelmäßig und hochgradig selbreflektiv verwendet. Ihr seht schon, dass dieser Beitrag nicht hochgradig publikumsrelevant sondern mehr selbstgesprächig daher kommt. Die Themen werden sich kaum unter die Headline “Life Hacks”, oder “Social Entrepreneurship” oder “Weltrettung im Web” oder, oder fassen lassen, jedoch Elemente von allem enthalten. Eben ein Tagebuch, aber schon mit Sendefunktion und Nutzwert. Nicht zuletzt: Witzisch muss et sein (s. Post o.)

4. Zurzeit habe ich mal wieder alle meine Projekte an die Wand geworfen, durchgemixt, sogar alte, kreativ-chaotische Großzeichnungen raus geholt und steh immer wieder vor der Frage: Auf eine Tätigkeit klipp und klar einschränken (richtig toller Journalist oder richtig toller sozialer Unternehmer oder, oder…) ODER dem kreativen Chaos freien Raum lassen und mit allen Talenten spielen. Fakt ist: Die zahlreichen Ideen lassen sich nicht auf stumm stellen, womöglich muss ich sie aber priorisieren und die wichtigsten Dinge (echt ma) durchziehen. Das wird die lebenswandelnde Aufgabe ´09 sein: Rock the (my own) shit through! Äh, ja, so.

5. Auf wie viele derb interessante Menschen und Projekte ich allein wieder im Januar getroffen bin, ist phänomenal. Schlimmer geworden ist auch meine Sucht nach den Phänomenen des Internets, der darin berstenden Kreativität, den slicken technologischen Möglichkeiten der Zusammenarbeit und (Eigen-)Medialisierung. Ich kann mich auf der guten alten Wikipedia stundenlang verlaufen, aber richtig übel interessant ist twitter und dieser ganze Uber-Hype (und so). Kurzum: Seh ich was Tolles, sag ich´s euch einfach. Wobei ich tatsächlich viele Links einfach nur noch twitta, Micro-Blogging eben.

6. Bis hierhin liest doch eh keine Sau. A, B, C, Test, Test. Na siehste…