Archiv der Kategorie: Gadgets

Please kickstart a friend!

UPDATE: Yeah, es ist geschafft! Danke an alle, die vielleicht über diesen Artikel mitgespendet haben – Crowdfunding rulez!

Es ist zunächst mal schlichtweg eine Freude wie locker das Spenden über Amazon funktioniert und wie swift und angenehm die Funktionen, Klarheit und Design bei Kickstarter sofort wirken. Für einen Freund, der per E-Mail um Spenden bat, zücke ich umso leichter die digitale Geldbörse. Tut es mir bitte nach:

Colour the streets, unleash the web

I had a fascinating personal “social media moment” today:

I took this photo from the 1st floor of Berlins well-known digital nomad café St. Oberholz. It shows the Rosenthaler Platz, a vivid crossing in the middle of Berlin. Naturally, this place is normally not painted, but plain grey as street asphalt happens to be.

Minutes before, bikers had poured paint from big boxes in front of cars that waited for green lights. So the cars and their wheels, if the driver wanted it or not, became the brush tool for this guerilla public art piece.

I could gather the info that the action had no commercial background but can rather be connected to the movement and idea of “reclaim the city”. Activists taped posters on the lights reading “abwaschbar, biologisch, abbaubar” to ensure that the paint did no real long term harm to the junction. I still think that most of those car drivers will freak out back home seeing their wheels and Karosserie coloured over and over…

UPDATE: Berliner Zeitung reports:

Feuerwehr und BSR mühten sich am Sonntag vergeblich, den Asphalt von den Farbschlieren zu befreien. Zum Ärger der motorisierten Verkehrsteilnehmer, denn die bunten Streifen sehen zwar schön aus, irritieren aber auch beim Fahren.

UPDATE II: Video from just/blogsport and more pics at urbanshit – thanks guys!

UPDATE III: Did I mention that there was a journalist from the Netherlands around?! Photo today in print edition of De Telegraaf

So I shot this pic with my mobile and posted it on Twitpic combined with a Tweet (short message on Twitter). It got me about 30 more than 50 ReTweets (= citations on Twitter) or mentions (@dkomm) so far, which for an A-Web-Opinion-Leader might not sound much, but is for me a personal record. This minute I’m posting, the photo got 760 950 1118 2986 3624 views online.

Think about the “art” and the action what you want to, but I find it highly fascinating how this news spread so quickly and how a well regarded action on street made its way through the web.

Der Hebel (Post #100)

Was ist dein Hebel für eine nachhaltige Welt? Video einsenden und bei der Utopia-Konferenz im November dabei sein:

Utopia zeigt und feiert die zehn interessantesten, ungewöhnlichsten, schönsten und wichtigsten persönlichen Hebel unserer Utopisten im Video auf der diesjährigen Utopia-Konferenz in Berlin. Und die zehn Gewinner des Video-Wettbewerbes werden stellvertretend für die gesamte Utopia Community nach Berlin eingeladen.

Das diesjährige Thema der Utopia Konferenz “Roadmap for the next 10 years – die größten Hebel für den Wandel” ist zugleich die Vorgabe für den Inhalt des Videos. Was glauben Sie persönlich, was der größte Hebel für eine nachhaltige Entwicklung ist? Was bewegt wirklich etwas?

15 great books on social media (out of 100 found via Twitter)

I’m back from a short holiday at my parents. We walked hills, swam lakes, drank coffee, chatted. Just wonderful. Besides, I read Seth Godin‘s „Tribes – We need you to lead us“ and also a good chunk of „Wikinomics“ by Don Tapscott and Anthony D. Williams.

Easy to guess, both books are in favor of the opportunities Web 2.0 offers us nowadays (low costs of communication, open source, global reach etc.). While Godin takes these as a natural and much more concentrates on leadership and empowering people („tribes“) to follow you – now that one has these opportunities at hand, there’s in fact an obligation to go for your dreams, he says.

Both books are bold, extremely positive („American“) and thus… great. Both remind me that I should push my project the ambassador and implement their findings in our company (rather: network) nest. In the midst of this relaxed environment and inspiration I stumbled upon a tweet about the „100 best books on social media“, so of course I had a glance. From there I picked my 15 favourites with a firm will to really read them in the next couple of months consume a good part of these somewhen. More important: Getting to action after reading ;-)

Here they are (links lead to blog/website of author/s):

Twitter Power, Joel Comm
Groundswell, Charlene Li + Josh Bernoff
The New Rules of Marketing and PR, David Meerman Scott
The Whuffie Factor, Tara Hunt
ProBlogger, Darren Rowse + Chris Garrett
Social Media Marketing, David Evans
Free, Chris Anderson
Smart Mobs, Howard Rheingold
Naked Conversations, Robert Scoble + Shel Israel
The Wisdom of Crowds, James Surowiecki
Linked, Albert-László Barabási
Putting the Public Back in Public Relations, Brian Solis
Buzzmarketing, Mark Hughes
Blogging Heroes, Michael A. Banks (links to free e-book!)
The New Age of Innovation, Prahalad + Krishnan

Seth Godin asks a favor at the end of his book: „Give this copy to someone else“. So I’ll ship the book to whoever comments this article first! Meanwhile, if you own one of the books above, I’d be glad you could lend, donate or sell it to me, just as you wish.

Buzzmarketing

Icke & Er & McK

Für unsere junge Agentur nest geht es derzeit mit Riesenschritten weiter. Fast jede Woche geht ein neues Angebot an spannende, potentielle Kunden raus. Natürlich darben wir noch ein bisschen, da Anlaufkosten für (recht hochpreisige) Ökovisitenkarten, den Notar, Einlagen & Co. erste Gelder auffressen. Wir lernen dabei an jedem Kunden, feilen an jedem Konzept neu, versuchen aber eben auch Module zu standardisieren und unser Wissen zu strukturieren, um schneller weiterhin günstige Leistungen anzubieten und dabei eben auch auf unsere Kosten zu kommen. Wir lernen uns ja sogar selbst noch kennen – Sandra baut für mich in jede neue Vorstellungsrunde ein weiteres Detail aus ihrer High-Potential-Vergangenheit ein (tja, schön war die Zeit ;-).

icke und ole und mck

Ein Highlight in den letzten Tagen war sicherlich der Workshop mit Elisabeth, Verena und Michael von Teach First. TF steckt Top-Studenten nach mehrmonatiger Ausbildung an Problemschulen, wo sie für zwei Jahre als Fellows die Lehrerschaft unterstützen (man verzeihe mir die wahrscheinlich oberflächliche Einführung). Ole und ich (bzw. Icke & Er) hatten bei TF unseren ersten offiziellen Auftritt und echt großen Spaß dabei (und die TF’s auch, denke ich). Nun bekamen wir in Form einer Strategieberatung unseren Return on Social Web Investment. Michael, Gründer von TF und heute wieder full-time Berater bei McKinsey, leitete uns durch den Samstagnachmittag. Portfolio schärfen, Mission konkretisieren, Kapazitäten planen – wir konnten aus Begeisterungsgründen und reichlich Redebedarf kaum 50 Prozent unserer geplanten Agenda durchziehen, freuen uns aber schon jetzt auf Fortsetzung. Ole, der noch bis September an seiner Magisterarbeit in Hamburg feilt, dann endlich ins HQ nach Berlin stößt, war standesgemäß per Skype zugeschaltet.

An dieser Stelle schon mal danke an TF und alle anderen Supporter, jeder Kommentar auf facebook macht uns ein bisschen stolzer und zuversichtlicher, Teil einer wachsenden, ökosozialen Bewegung zu sein (*räusper*).

Yours,

dkomm, GF i.G.

Erlebnismischmasch

Im Magazin der Heinrich-Böll-Stiftung steht neben einer ziemlich dümmlichen Abhandlung über Utopia meist Interessantes. Manche Zitate sind so gut, dass ich sie gern vom Papier auf´s Blog abschreibe:

Es fehlt keinesfalls an wissenschaftlichen Erkenntnissen, dass wir einen grundlegenden gesellschaftlichen Wandel brauchen, und es fehlt auch nicht an Vorschlägen für Maßnahmen für einen solchen Wandel. Was fehlt, ist der politische Wille. Die ideologischen, materiellen oder politischen Besitzstandswahrer müssen ihre gewohnten Positionen verlassen, um voraussetzungslos an den notwendigen Umbau unserer gesellschaftlichen Systeme und Verhaltensweisen heranzugehen. Dies trifft die Politik genauso wie die Wirtschaft, die Medien ebenso wie alle Bürger. Die Barrieren für die notwendigen Veränderungen liegen nicht in systemischen Zwängen, sondern bestehen in den Köpfen und Herzen von uns allen.

So spricht… ein Banker. Allerdings von einer besonderen Bank: Es ist Thomas Jorberg, Vorstandssprecher der GLS. Die übrigens direkt gegenüber der Heinrich-Böll-Stiftung eine Niederlassung bewohnen.

Entdeckt während eines Streifzugs durch Berlin-Mitte. Ich guck dann immer gern auf die Namensschilder an den prunkvollen Bauten, da tun sich dann so feine Schwergewichte wie die dpa auf. Ich schlug der Arbeit also mal wieder ein Schnippchen, die traurigen Blicke der Menschen in den goldenen Käfigen gab es kostenlos dazu. Nachdem ich eine Ausstellung (Metalldetektor!) über einen Künstler gesehen hatte, der Bilder zu Passagen aus dem Buch Hiob malt, zog ich an der Spree weiter durch den strömenden Regen. Ich fand das übrigens angenehm. Ebenso ein Fischreiher, der vor sich hin gluckste und guckte. Nichts ist edler als ein ruhendes Tier. Minutenlang guckte ich drauf, durchnässt ging´s zurück an den Schreibtisch.

Heute ärgerte ich mich derb über einen Kunden, doch der Stress sollte helfen, meine gesamten Einkommensquellen zu überdenken: Weniger Gutes für mehr Geld. Morgen wird gekündigt, heureka!

Zum Tagesabschluss: Online-Shopping-Freuden…

paket“Nackt nicht mehr” – sieht doch schon mal schön aus…


etikett… Firma USA, Lieferung aus Neuseeland, Klimanote: 5-…


foto… “ausgestorben, bedroht, wiedergeboren” lauten die Kategorien zu den Spezies auffem Shirt (links nicht zu sehen im Bild). Kratzt etwas am Hals, 100% Baumwolle, aber von FairTrade keine Spur. Dafür hat der Kauf ´nen Baum gepflanzt, glaub ich. Hm…


cdsÜbler Zustand, aber feinste Unterhaltung. Konsum ohne Reue.


kretschmerAha, und noch eine Einladung von einer Agentur, die sich rühmt, den ersten CSR-Bericht ihres Schlages heraus gegeben zu haben. Ich komme gern und gucke nach. Heute tatsächlich also nur Erfreuliches in der Post…


Wer hat Angst vor´m bösen Web?

Quizfrage: Welche Tendenz haben Artikel einer Person, die solche Bücher schreibt?!

  • Klick – Strategien gegen die digitale Verdummung
  • Die Emanzipationsfalle
  • Die Erziehungskatastrophe: Kinder brauchen starke Eltern

Die Rede ist von FAS-Redakteuse Susanne Gaschke. In ihrem “Holzmedium” schoss Frau G. eindringlich  gegen die Netzgemeinde, schön nachzulesen (und bereits auseinander genommen) bei (von) Tapio.

Foto von Björn per flickr.

pc09Wenn ich nicht im Netz bin, bin ich auffem Sonnendeck: Auf der anderen Spreeseite fordert ver.di den Mindestlohn, hier wird gerade über webgestützte Alternativen zum Parteiensystem diskutiert.

Über´s Wochenende haben wir uns mit einer weiteren, nicht auf den ersten Blick online-affinen Spezies namens Politiker beschäftigt.

Politcamp hieß das Ganze und das radialsystem bot im klimabedingten Frühsommer eine herrliche Location dafür.

Auch hier klang zwar nicht unbedingt Gegenwehr, aber doch Skepsis durch. Die gängigen Befürchtungen auf Seiten der Polit-Aktiven:

“Auf 140 Zeichen lässt sich kein komplexes Thema wie ein Parteiprogramm vermitteln”

Hier klingt die Pauschalvermutung durch, Neue Medien seien oberflächlich und flüchtig. Is Quatsch. Dann schickt man halt den Link zum Parteiprogramm effizienter per twitter. Ja, Nachrichten müssen noch besser “sitzen”, um in Hyperspeedmedien wie twitter eine Chance zu haben. Dennoch bleibt immer die Chance für Tiefe.

“Die Menge der fortgeschrittenen Netznutzer ist nicht relevant im Sinne einer Wahlentscheidung”

Stimmt aber sowas von. Nur: Warum haben sich dann soviele Menschen zum Politcamp erst getroffen?! Es handelt sich um eine spezifische, dennoch interessante Zielgruppe von kommunikativen, wahrscheinlich eher gebildeten und natürlich techaffinen Menschen. Wer die gewinnen will, ist im Netz richtig. Und manchmal reden die auch mit Menschen “da draußen” und sagen, wie toll der Bütikofer auf facebook abgeht.

“Da muss ich als Politiker die privaten Hosen runterlassen – das will ich nicht”

Dann lass es. Konsequent ignoriert ist noch immer besser als schlecht mitgemacht. Und: Ein rein informativer, dem Medium entsprechend geführter Account bei twitter ist komplett ausreichend und kann viel Interesse auf sich ziehen. Natürlich spielt bei einem Obama ein völligst anderer Hype eine Rolle als dies ein deutscher Lokalpolitiker erwarten kann. Auch auf twitter macht Prominenz Eindruck, das zeigt die Vielzahl der Fake-Accounts.

Bottom Line: Weniger typisch-deutsche Skepsis, weniger Vorurteile, sondern lieber ausprobieren, neugierig sein, “lernen wollen”, so müsste Politiker an die Sache heran gehen.

Dabei viel Glück, ich mach derweil mal hier weiter…

Und hier noch ein aufgeschnapptes Zitat von Marx ohne wirklich kausalen Zusammenhang (wir im Netz dürfen das!):

Die Bourgeoisie reißt durch die rasche Verbesserung aller Produktionsinstrumente, durch die unendlich erleichterte Kommunikation alle, auch die barbarischsten Nationen in die Zivilisation.

Achso, summa summarum war es toll und viele interessante Menschen vor Ort – danke an die Orga!

Why twitter is more than “this latest hype most people don´t get”

Tapio Liller from Oseon Conversations pledges for “firestarters”, twitter-users that spread the fascination to the non-believers (thou shalt rethink!). He explains that explanation is hard, unless you´ve experienced the “emotional pervasion of the new” by yourself. True. Inspired by this, I want to reflect on my own emotional fascination for micro-blogging and muse about some noteworthy personal experiences with twitter.

1. Each tweet is micro-PR. I synchronized my tweets with my facebook-updates, so whenever I post on twitter, it also shows up on facebook. It gives me just a good feeling when I can spread interesting stuff or positive news to my social network instantly. I see so many cool things per day, it would kill me (and the receivers) to send out a newsletter about this all time of the day.

2. Yes, twitter means tons of information unlike any other social network before. But you choose when you watch the stream of info and whom you watch. That brings a certain sense of “info fortune” into it. I´d even say it totally changed (at least for the “”firestarters”) the way we receive news, because our peer group decides on what they find interesting and thus one receives for-me-from-friends-news in hyperspeed.

3. I used to be a intense Xing user, but compared to twitter, it´s like a lame duck swimming against a shark on drugs. My expectation to receive news, mails, info etc. in a certain short timeframe raised. I´m not yet sure if this is really healthy for me. Just now I´m pretty sick because the past days were far too speedy and twitter was the medium to this. While business networks allow to display your career path quite extensively, I still think I know my twitter contacts much better just from a few 140 sign messages.

4. On twitter you can throw questions in the nowhere and most often “nowhere” answers quickly. I got a sleeping place (from Tapio!), a drive, a book tip, computer troubleshooting consulting, background information for an article and last not least chatted about the strategy of Jay-Z to just remix every star there is. You do no longer have to ask your brain who could be the right person to ask. You ask twitterverse.

5. The bottom line is that twitterers are friendly, helpful people. They have fun enjoying this new playground. Most people are there to share valuable info from their world or just retweet the good stuff of others. Even if some in there plan to professionally market their business (I do in parts), they still have to apply to the rules of kindness and easy-going – or they´ll miss their targets.

With a partner I´m about to launch an agency for social causes that heads right into this direction. One of the first projects we support is http://www.coalforobama.org and initiator Daniel Boese doesn´t get tired to cite Clay Shirky:

1. The internet runs on love. 2. Dont ask for the business model. Ask whether the users care about the site and care for each other.

5 Netbooks for now

Just did a little research on the latest netbooks for my girlfriend. These seem to me the best avaiable as of today. You know better? Write a comment.

Lenovo Ideapad S10e

HP Mini-Note 2133

Acer Aspire One A150X

Asus Eee PC 1000H

Samsung NC10 N270W (that´s the one I´m writing this post with. It´s a design beauty and well processed, but Windows XP is sometimes nasty with wireless internet detection. Also, my webcam software just disappeared, heaven knows why. If you know where to get the drivers back for this, please shoot me note)

Your non-techy tech advisor,

dk

Berlin UnStills

Da war noch alles schön mit dem Winter. Aufwachen und alles weiß. Durch den Schnee schlendern, während die anderen Eis kratzen.
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Hunde und Kinder gehören zu meinen Lieblingsmotiven. Sehen immer putzig aus und bewegen sich komisch. Außerdem ausschweifende Emotionen ohne erkennbaren Grund.
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Einige Tage vorgespult: Weiter Winter, Schneematsch, Niesel, Rutschgefahr und wieder von vorn. Derweil brüten über eine Weltretterklitsche der Extraklasse.
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Brüten aus der Vogelperspektive. Alles noch so geheim, das wir hier nur Beine und Hüte der Mitarbeiter zeigen können.
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Dann ging es auf in die Nacht und ab zum Karaoke. Immer gut: Kontrast und eine Prise (Tonnen von) Schnee.
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Flocken im Blitzlicht machen ebenfalls viel her. Dahinter die Gesangsgruppe in bester Laune, stapfend.
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Also eigentlich war oben ´ne geschlossene Gesellschaft im FC Magnet, aber ein netter Typ ließ uns trotzdem rein. Der Kollege aus Neuseeland genießt hier gerade das Buffet.
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Hier zwo Opinion Leader des Internets. Die Dame links wird nicht so gerne fotografiert, betont sie immer wieder.
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Der Autor und die Frage, warum das rote Lichtlein beim Knipsen noch an war.
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22 tips to fundraise with twitter (inkl. sehr viel Vorlauftext über das Spenden an sich ;-)

2,500 $ in 90 Minuten. 10.000 $ in 48 Stunden. 15.000 $ in 24 Stunden.

Bei diesen Zahlen handelt es sich nicht etwa um das Salär von Rennmaus M. Schumacher zu besten Ferrarizeiten. Weit gefehlt. Das sind Spenden. Spenden! In Rekordzeit erwirtschaftet über… (tä-dää) twitta (wie der Berlina sacht). Entnommen sind die Zahlen dem Blog von Beth Kanter, die wohl zu den Gurus zählt, wenn es um Social Media Beratung für Nonprofits geht. (Ein schöneres Wort ist übrigens „Social Profit Organization“, heute gelernt).

Mit Red Bull und ein wenig Obst im Magen tauchte ich dann also letzte NDonnerstagnacht immer tiefer in Beth´s Blog und die Geheimnisse des süchtig machenden twitterversums ab. Und: Wie man es spendenmäßig nutzen kann. Denn ich bin betroffen: Für das Projekt WE Benin fehlen uns noch ein paar Tausender. Mehrere Mails von Bekannten riefen in der vergangenen Tagen außerdem zu Spenden auf (s.u.).

Klar, jedes der Projekte hat Spenden verdient. „Take it from the rich“ ist so eine meiner Grundeinstellungen. Will sagen: Lasst Unternehmen weiter ihre Kohle machen und hier und da ruhig ein bisschen böse-kapitalistisch sein, WENN sie denn den Sozialaktiven dafür eine Art Ablass – ne, hässliches Wort – äh, monetäre Wertschätzung entgegenbringen.

Sei´s drum. Da sind also A) die vielen Spendenabhängigen – ne, hässliches Wort – Spendenberechtigten! und B) Unternehmen oder Einzelpersonen, von denen man annimmt, sie hätten immer noch Geld. Nun geht es schlicht gesagt darum, diese Lücke zu füllen. Ein eigener Rückblick in dieser Sache:

1. Das Berliner Twestival, innerhalb von rund 60 Stunden sportlich aufgezogen, „kostete“ mich zwei volle Arbeitstage und spielte 260 Euro ein. Neue Kontakte, learnings und Spaß mal beiseite gelassen – rein finanziell war das nicht so der Bringer. Nicht, das es mir für den Empfänger charity:water leid täte. „250k and growing“ sind durch die weltweite Aktion bereits eingegangen. Bei den nächtlichen Recherchen kam übrigens heraus, das charity:water schon vormals von den Social Influencers auf twitter gefördert wurde – dieses Glück muss den Wassermännern erstmal jemand nachmachen…

2. Eine Rundmail an 6000+ Menschen auf Xing, die sich gar in der von mir mit-moderierten Gruppe dropping knowledge zu sozialen Zwecken – theoretisch – bekennen, brachte einen Rücklauf von nahezu null. Das war doch recht erschreckend, auch wenn meine Mail vielleicht etwas in der Hektik formuliert war. Unpersonalisierte Rundmails sind aus meiner Liste der wirksamen Kontaktmittel jedenfalls gestrichen.

3. facebook, ein Ort, an dem ich mich noch gar nicht so lange herumtreibe, bietet die recht schöne Option, flott Aktionen aufzusetzen und die eigenen Kontakte dazu einzuladen. Aufgrund der deutliche höher frequentierten Infos, die fb über das eigene Netzwerk vermittelt, scheint mir der soziale Schmierstoff im Gegensatz zu Xing weitaus höher. Ergo: Die Effektivität in Sachen sozialer Aufmerksamkeit.

4. Zurück zu twitter: Mit Ausläufern „brachte“ mir das Herumwirbeln rund um´s Twestival ca. 50 neue Follower ein, auch wenn die Organisatoren in London es in der Hitze der Schlacht vergeigten, mein/unser twitter-Profil auf die offizielle Seite zu stellen. Momentan geht es bei mir in recht imposanten Zehner-Follower-Schritten pro Tag vorwärts, vermutlich, weil ich dank Kanter-Tipps und diverser twitter-Marketing-Tools nun den Opinion Leadern auf der Spur bin… urgs, da bin ich grad ins Bullshit Bingo abgerutscht, sorry.

5. Ich präsentiere euch nun also gerne die Projekte, die mich per Rundmail (!) animierten, den eigenen Spendenaufruf weiterzuleiten. „In allen möglichen Netzwerken und Medien die euch zur Verfügung stehen verbreiten“ wie es da immer so schön heißt. Aber hat man die immer so parat? Wie oft kann man enge Freunde mit Spendenaufrufen nerven? Welches Social Network wäre geeignet? Welche Einzelperson könnten helfen? All das bedeutet zunächst mal unbezahlte Kopfarbeit, will man es halbwegs nett anstellen. Eine Twitternachricht, die automatisch auch bei facebook landet, geht da schnell von der Hand. Davon aber größere oder gar virale Effekte zu erwarten, ist so unwahrscheinlich, wie Michel Friedman erfolgreich das Wort abzuschneiden.

6. Hat dieser Blog ausreichend Leser, um für die Projekte wirklich was zu erreichen? Hätte ich nicht viel schneller auf den Punkt kommen müssen, statt hier meine Abhandlung über Spenden voranzustellen? Hat dieser Blog ausreichend vermögende Leser? Wichtiger noch: Können sich die Leser dieses Blogs mit der ein oder anderen Thematik schnell anfreunden, denn schlussendlich geht es ja um „Nähe“ – ich muss mich sofort vom Projekt hinter dem Spendenaufruf angesprochen fühlen. Wie also kriegt man pointierter eine emotionale Nähe hin? Das scheint mir eine der Kernfragen in Sachen Spenden…

Anyway, die Spendenberechtigten lauten:

BASKETBALL AID

WER: Andreas Steffen, Kontakt aus dropping knowledge Zeiten

FÜR WAS: Krebskranke Kinder

WIE: Spendenwettlauf zwischen den Städten, deren Teams beim TOP4-Basketball-Pokalfinale dabei sind (Berlin, Frankfurt, Bonn, Düsseldorf).

EXTRAS: Unter allen Spendern wird eine Übernachtung +1 im Marriott zum TOP4 verlost. Rekordnationalspieler Patrick Femerling unterstützt die Initiative.

WIE HELFEN: Spendenkonto: BASKETBALL AID e.V. Kontonummer: 7476876006 Bankleitzahl: 100 900 00 Berliner Volksbank (Bitte bei Verwendungszweck “TOP4″ und das jeweilige Team angeben.)

GENESIS INSTITUT

WER: Gründer Peter Spiegel, dem ich mal die Hand geschüttelt habe…

FÜR WAS: Förderung von Social Businesses (wirtschaftlich effektive, selbsttragende Unternehmen, die den gesellschaftlichen Wandel statt Profitmaximierung voranstellen)

WIE: Mitgliedschaft ab 150 Euro/Jahr oder Spende

EXTRAS: Hoher Promifaktor unter den Supportern – Zugpferd ist Nobelpreisträger Muhammad Yunus, Kofi Annan unterstützt das Vorhaben, beste Kontakte zum DAX und internationalen Vertretern.

WIE HELFEN: Spendenkonto: GENISIS Institut, Berliner Volksbank, Kto. 2107 734 000, BLZ 100 900 00; Stichwort “Social Business Kampagne“

BOOKMOOCH

WER: John, der mir nicht persönlich bekannte Gründer der Seite

FÜR WAS: Server, um das Projekt am Laufen zu halten. Auf bookmooch können Menschen gelesene Bücher vergeben und erhalten – eine sehr charmante Art des weltweiten Tauschens

WIE: 3 Dollar Spende pro Monat sind Johns Vorschlag

EXTRAS: bookmooch bietet ähnlich Wikipedia direkten Nutzen für Spender – kostenloses Wissen innerhalb einer Solidaritätsgemeinschaft.

WIE HELFEN: http://bookmooch.com/m/give_a_little

Tja, nun bin ich mal schwer gespannt, wer aufgrund dieses Postings die Brieftasche zückt. Von welchem Projekt fühlt ihr euch am ehesten angesprochen? Warum ist das so? Wäre toll, wenn wir hier eine Mini-Umfrage zum Thema Spendenmotivation hinkriegten.

Und um jetzt doch noch einen Leserbenefit einzubauen und diesen ellenlangen Post zu Ende zu bringen:

Die Tipps & Tricks der Micro-Donation-Profis @Kanter, @Pistachio, @missrogue, @problogger in plain German – thanks, guys!

1. Konzentriere dich auf wenige Meinungsführer und bitte sie, deine Aktion zu Re-Tweeten (= Nachricht kopieren und weitertwittern)

2. Bitte um Miko-Beträge und denk dir Belohnungen für größere aus

3. Zeige den Spendenstand mit einer Leiste o.ä. in Echtzeit an

4. Mach deine sonstigen Fundraising-Hausaufgaben: Personalisierte Mails, Bloggeransprache, PR, Telefonate etc.

5. Bring deine Freunde zum Re-Tweeten.

6. Benutze Tipjoy

7. Designe ein kleines Icon, das Supporter auf ihr Profilbild pappen können

8. Sende jedem neuen Follower und Re-Tweeter ein zeitnahes, (öffentliches) Dankeschön

9. Verwende ein vielsagendes, kreatives, witziges etc.  TwitPic

10. Verlinke auf ein vielsagendes, kreatives, witziges Video

11. Erfinde Spiele wie „Trick or Tweet“

12. Coin a term, z.B. #twestival

13. Stelle Fragen, die deine Follower betreffen

14. Verweise auf nützliche Quellen

15. Bleib in Verbindung, ohne zu spammen

16. Hast du Spaß an deiner Aktion? Das merken deine Adressaten dann auch. Oder eben nicht…

17. Lass die Leute etwas Persönliches hinzufügen – wie können sie deine Aktion „mashen“?

18. What´s in it for them?!

19. Sei whuffie

20. Erzähl eine individuelle, sofort verständliche Story

21. Hol ein Unternehmen rein, das die Spendensumme verdoppelt („Rucksackspenden“)

22. Demokratisiere, was vorher verschlossen war

PS: Viele Punkte gelten generell zum Aufbau von Followern, aber genau darum geht es: Erst das Netzwerk bauen, dann um etwas bitten (dürfen). Null oder wenig Follower = null Effekt – klar.

Das Geld liegt (wirklich) auf der Straße

Seit ich meinen halbschrotten Laptop für 250 Euro noch dort losgeworden bin, stehe ich wieder zunehmend auf Ebay. Neulich standen an den Mülleimern im Hof recht abgenutzte, dennoch taugliche zwei Paar Snow Blades (das Wort musste ich erstmal lernen). Fotografiert, reingesetzt und siehe da: Für 82 Euro verkauft!

Nach dem Gesetzt der Anziehung kriegt man dann ja ein Auge für solche Dinge. Inzwischen habe ich noch eine Lesebrille und eine Gitarre ohne Saiten aufgegabelt. Es sind ja keine Reichtümer, viel mehr der Spass zu sehen, was dabei heraus kommt. Und irgendwie auch das gute Gefühl, Dinge wieder in den Umlauf zu bringen, anderen zu nutzen und nicht zuletzt Recycling par excellence zu betreiben.

Würde enrom gern wissen, ob Galerien nach Ende einer Ausstellung olle Bilder auch einfach in die Ecke stellen…

Lebensrollen

Was steht eigentlich an für den ganzheitlichen Menschen? Welche Rollen fallen ihm zu? So sieht es bei mir aus:

Familie

Freunde

Partnerschaft

Lernen

Gesundheit

Glaube

Autor

Unternehmer

Wohlstand (was tue ich, um mein Einkommen stetig zu erhöhen?)

Umgebung (aufgeräumte Wohung, neue Möbel, bessere Tools etc.)

Organisation (Ämterkorrespondenz & Co.)

Abenteuer (ungewöhnliche Dinge erleben, Reisen, Horizont erweitern, Kultur…)

Aus den festgelegten Rollen lassen sich verlässlicher konkrete Handlungen ableiten, die wöchentlich neu bestimmt werden.

Mein Bücherkreislauf

Ein Großteil dieses Blogs wird meinem Bücherkonsum gewidmet. Wie aber günstig & schnell an Bücher kommen? Und wie wird man sie wieder los?

Bücher bekommen

1. Bookmooch

Kostenloser Austausch von Büchern. Wer gibt, bekommt Punkte, wer Bücher will, braucht Punkte. Simpel, fair und gutes Karma.

2. Amazon

Ich gehe niemals gezielt in einen Buchladen, um dort ein Buch zu kaufen – denn Amazon hat´s garantiert billiger, trotz Versandkosten. Schnell, sicher, Marktführer. Eine Suche etwa bei bookbutler.de bringt meist kaum preisliche Vorteile.

3. Bücherei

Den Zauber einer stinknormalen Bücherei habe ich erst 2008 wiederentdeckt. Kosten gleich null, nur meist reicht die Zeit zum Lesen nicht, wenn man sich wegen der Nullkosten mal wieder einen ganzen Stapel mit nach Hause schleppt. Grundsätzlich besitze ich lieber Bücher, mal abgesehen von der Rückgeberei. Weiterlesen