Archiv der Kategorie: Gadgets

Please kickstart a friend!

UPDATE: Yeah, es ist geschafft! Danke an alle, die vielleicht über diesen Artikel mitgespendet haben – Crowdfunding rulez!

Es ist zunächst mal schlichtweg eine Freude wie locker das Spenden über Amazon funktioniert und wie swift und angenehm die Funktionen, Klarheit und Design bei Kickstarter sofort wirken. Für einen Freund, der per E-Mail um Spenden bat, zücke ich umso leichter die digitale Geldbörse. Tut es mir bitte nach:

Colour the streets, unleash the web

I had a fascinating personal “social media moment” today:

I took this photo from the 1st floor of Berlins well-known digital nomad café St. Oberholz. It shows the Rosenthaler Platz, a vivid crossing in the middle of Berlin. Naturally, this place is normally not painted, but plain grey as street asphalt happens to be.

Minutes before, bikers had poured paint from big boxes in front of cars that waited for green lights. So the cars and their wheels, if the driver wanted it or not, became the brush tool for this guerilla public art piece.

I could gather the info that the action had no commercial background but can rather be connected to the movement and idea of “reclaim the city”. Activists taped posters on the lights reading “abwaschbar, biologisch, abbaubar” to ensure that the paint did no real long term harm to the junction. I still think that most of those car drivers will freak out back home seeing their wheels and Karosserie coloured over and over…

UPDATE: Berliner Zeitung reports:

Feuerwehr und BSR mühten sich am Sonntag vergeblich, den Asphalt von den Farbschlieren zu befreien. Zum Ärger der motorisierten Verkehrsteilnehmer, denn die bunten Streifen sehen zwar schön aus, irritieren aber auch beim Fahren.

UPDATE II: Video from just/blogsport and more pics at urbanshit – thanks guys!

UPDATE III: Did I mention that there was a journalist from the Netherlands around?! Photo today in print edition of De Telegraaf

So I shot this pic with my mobile and posted it on Twitpic combined with a Tweet (short message on Twitter). It got me about 30 more than 50 ReTweets (= citations on Twitter) or mentions (@dkomm) so far, which for an A-Web-Opinion-Leader might not sound much, but is for me a personal record. This minute I’m posting, the photo got 760 950 1118 2986 3624 views online.

Think about the “art” and the action what you want to, but I find it highly fascinating how this news spread so quickly and how a well regarded action on street made its way through the web.

Der Hebel (Post #100)

Was ist dein Hebel für eine nachhaltige Welt? Video einsenden und bei der Utopia-Konferenz im November dabei sein:

Utopia zeigt und feiert die zehn interessantesten, ungewöhnlichsten, schönsten und wichtigsten persönlichen Hebel unserer Utopisten im Video auf der diesjährigen Utopia-Konferenz in Berlin. Und die zehn Gewinner des Video-Wettbewerbes werden stellvertretend für die gesamte Utopia Community nach Berlin eingeladen.

Das diesjährige Thema der Utopia Konferenz “Roadmap for the next 10 years – die größten Hebel für den Wandel” ist zugleich die Vorgabe für den Inhalt des Videos. Was glauben Sie persönlich, was der größte Hebel für eine nachhaltige Entwicklung ist? Was bewegt wirklich etwas?

15 great books on social media (out of 100 found via Twitter)

I’m back from a short holiday at my parents. We walked hills, swam lakes, drank coffee, chatted. Just wonderful. Besides, I read Seth Godin‘s „Tribes – We need you to lead us“ and also a good chunk of „Wikinomics“ by Don Tapscott and Anthony D. Williams.

Easy to guess, both books are in favor of the opportunities Web 2.0 offers us nowadays (low costs of communication, open source, global reach etc.). While Godin takes these as a natural and much more concentrates on leadership and empowering people („tribes“) to follow you – now that one has these opportunities at hand, there’s in fact an obligation to go for your dreams, he says.

Both books are bold, extremely positive („American“) and thus… great. Both remind me that I should push my project the ambassador and implement their findings in our company (rather: network) nest. In the midst of this relaxed environment and inspiration I stumbled upon a tweet about the „100 best books on social media“, so of course I had a glance. From there I picked my 15 favourites with a firm will to really read them in the next couple of months consume a good part of these somewhen. More important: Getting to action after reading ;-)

Here they are (links lead to blog/website of author/s):

Twitter Power, Joel Comm
Groundswell, Charlene Li + Josh Bernoff
The New Rules of Marketing and PR, David Meerman Scott
The Whuffie Factor, Tara Hunt
ProBlogger, Darren Rowse + Chris Garrett
Social Media Marketing, David Evans
Free, Chris Anderson
Smart Mobs, Howard Rheingold
Naked Conversations, Robert Scoble + Shel Israel
The Wisdom of Crowds, James Surowiecki
Linked, Albert-László Barabási
Putting the Public Back in Public Relations, Brian Solis
Buzzmarketing, Mark Hughes
Blogging Heroes, Michael A. Banks (links to free e-book!)
The New Age of Innovation, Prahalad + Krishnan

Seth Godin asks a favor at the end of his book: „Give this copy to someone else“. So I’ll ship the book to whoever comments this article first! Meanwhile, if you own one of the books above, I’d be glad you could lend, donate or sell it to me, just as you wish.

Buzzmarketing

Icke & Er & McK

Für unsere junge Agentur nest geht es derzeit mit Riesenschritten weiter. Fast jede Woche geht ein neues Angebot an spannende, potentielle Kunden raus. Natürlich darben wir noch ein bisschen, da Anlaufkosten für (recht hochpreisige) Ökovisitenkarten, den Notar, Einlagen & Co. erste Gelder auffressen. Wir lernen dabei an jedem Kunden, feilen an jedem Konzept neu, versuchen aber eben auch Module zu standardisieren und unser Wissen zu strukturieren, um schneller weiterhin günstige Leistungen anzubieten und dabei eben auch auf unsere Kosten zu kommen. Wir lernen uns ja sogar selbst noch kennen – Sandra baut für mich in jede neue Vorstellungsrunde ein weiteres Detail aus ihrer High-Potential-Vergangenheit ein (tja, schön war die Zeit ;-).

icke und ole und mck

Ein Highlight in den letzten Tagen war sicherlich der Workshop mit Elisabeth, Verena und Michael von Teach First. TF steckt Top-Studenten nach mehrmonatiger Ausbildung an Problemschulen, wo sie für zwei Jahre als Fellows die Lehrerschaft unterstützen (man verzeihe mir die wahrscheinlich oberflächliche Einführung). Ole und ich (bzw. Icke & Er) hatten bei TF unseren ersten offiziellen Auftritt und echt großen Spaß dabei (und die TF’s auch, denke ich). Nun bekamen wir in Form einer Strategieberatung unseren Return on Social Web Investment. Michael, Gründer von TF und heute wieder full-time Berater bei McKinsey, leitete uns durch den Samstagnachmittag. Portfolio schärfen, Mission konkretisieren, Kapazitäten planen – wir konnten aus Begeisterungsgründen und reichlich Redebedarf kaum 50 Prozent unserer geplanten Agenda durchziehen, freuen uns aber schon jetzt auf Fortsetzung. Ole, der noch bis September an seiner Magisterarbeit in Hamburg feilt, dann endlich ins HQ nach Berlin stößt, war standesgemäß per Skype zugeschaltet.

An dieser Stelle schon mal danke an TF und alle anderen Supporter, jeder Kommentar auf facebook macht uns ein bisschen stolzer und zuversichtlicher, Teil einer wachsenden, ökosozialen Bewegung zu sein (*räusper*).

Yours,

dkomm, GF i.G.

Erlebnismischmasch

Im Magazin der Heinrich-Böll-Stiftung steht neben einer ziemlich dümmlichen Abhandlung über Utopia meist Interessantes. Manche Zitate sind so gut, dass ich sie gern vom Papier auf´s Blog abschreibe:

Es fehlt keinesfalls an wissenschaftlichen Erkenntnissen, dass wir einen grundlegenden gesellschaftlichen Wandel brauchen, und es fehlt auch nicht an Vorschlägen für Maßnahmen für einen solchen Wandel. Was fehlt, ist der politische Wille. Die ideologischen, materiellen oder politischen Besitzstandswahrer müssen ihre gewohnten Positionen verlassen, um voraussetzungslos an den notwendigen Umbau unserer gesellschaftlichen Systeme und Verhaltensweisen heranzugehen. Dies trifft die Politik genauso wie die Wirtschaft, die Medien ebenso wie alle Bürger. Die Barrieren für die notwendigen Veränderungen liegen nicht in systemischen Zwängen, sondern bestehen in den Köpfen und Herzen von uns allen.

So spricht… ein Banker. Allerdings von einer besonderen Bank: Es ist Thomas Jorberg, Vorstandssprecher der GLS. Die übrigens direkt gegenüber der Heinrich-Böll-Stiftung eine Niederlassung bewohnen.

Entdeckt während eines Streifzugs durch Berlin-Mitte. Ich guck dann immer gern auf die Namensschilder an den prunkvollen Bauten, da tun sich dann so feine Schwergewichte wie die dpa auf. Ich schlug der Arbeit also mal wieder ein Schnippchen, die traurigen Blicke der Menschen in den goldenen Käfigen gab es kostenlos dazu. Nachdem ich eine Ausstellung (Metalldetektor!) über einen Künstler gesehen hatte, der Bilder zu Passagen aus dem Buch Hiob malt, zog ich an der Spree weiter durch den strömenden Regen. Ich fand das übrigens angenehm. Ebenso ein Fischreiher, der vor sich hin gluckste und guckte. Nichts ist edler als ein ruhendes Tier. Minutenlang guckte ich drauf, durchnässt ging´s zurück an den Schreibtisch.

Heute ärgerte ich mich derb über einen Kunden, doch der Stress sollte helfen, meine gesamten Einkommensquellen zu überdenken: Weniger Gutes für mehr Geld. Morgen wird gekündigt, heureka!

Zum Tagesabschluss: Online-Shopping-Freuden…

paket“Nackt nicht mehr” – sieht doch schon mal schön aus…


etikett… Firma USA, Lieferung aus Neuseeland, Klimanote: 5-…


foto… “ausgestorben, bedroht, wiedergeboren” lauten die Kategorien zu den Spezies auffem Shirt (links nicht zu sehen im Bild). Kratzt etwas am Hals, 100% Baumwolle, aber von FairTrade keine Spur. Dafür hat der Kauf ´nen Baum gepflanzt, glaub ich. Hm…


cdsÜbler Zustand, aber feinste Unterhaltung. Konsum ohne Reue.


kretschmerAha, und noch eine Einladung von einer Agentur, die sich rühmt, den ersten CSR-Bericht ihres Schlages heraus gegeben zu haben. Ich komme gern und gucke nach. Heute tatsächlich also nur Erfreuliches in der Post…


Wer hat Angst vor´m bösen Web?

Quizfrage: Welche Tendenz haben Artikel einer Person, die solche Bücher schreibt?!

  • Klick – Strategien gegen die digitale Verdummung
  • Die Emanzipationsfalle
  • Die Erziehungskatastrophe: Kinder brauchen starke Eltern

Die Rede ist von FAS-Redakteuse Susanne Gaschke. In ihrem “Holzmedium” schoss Frau G. eindringlich  gegen die Netzgemeinde, schön nachzulesen (und bereits auseinander genommen) bei (von) Tapio.

Foto von Björn per flickr.

pc09Wenn ich nicht im Netz bin, bin ich auffem Sonnendeck: Auf der anderen Spreeseite fordert ver.di den Mindestlohn, hier wird gerade über webgestützte Alternativen zum Parteiensystem diskutiert.

Über´s Wochenende haben wir uns mit einer weiteren, nicht auf den ersten Blick online-affinen Spezies namens Politiker beschäftigt.

Politcamp hieß das Ganze und das radialsystem bot im klimabedingten Frühsommer eine herrliche Location dafür.

Auch hier klang zwar nicht unbedingt Gegenwehr, aber doch Skepsis durch. Die gängigen Befürchtungen auf Seiten der Polit-Aktiven:

“Auf 140 Zeichen lässt sich kein komplexes Thema wie ein Parteiprogramm vermitteln”

Hier klingt die Pauschalvermutung durch, Neue Medien seien oberflächlich und flüchtig. Is Quatsch. Dann schickt man halt den Link zum Parteiprogramm effizienter per twitter. Ja, Nachrichten müssen noch besser “sitzen”, um in Hyperspeedmedien wie twitter eine Chance zu haben. Dennoch bleibt immer die Chance für Tiefe.

“Die Menge der fortgeschrittenen Netznutzer ist nicht relevant im Sinne einer Wahlentscheidung”

Stimmt aber sowas von. Nur: Warum haben sich dann soviele Menschen zum Politcamp erst getroffen?! Es handelt sich um eine spezifische, dennoch interessante Zielgruppe von kommunikativen, wahrscheinlich eher gebildeten und natürlich techaffinen Menschen. Wer die gewinnen will, ist im Netz richtig. Und manchmal reden die auch mit Menschen “da draußen” und sagen, wie toll der Bütikofer auf facebook abgeht.

“Da muss ich als Politiker die privaten Hosen runterlassen – das will ich nicht”

Dann lass es. Konsequent ignoriert ist noch immer besser als schlecht mitgemacht. Und: Ein rein informativer, dem Medium entsprechend geführter Account bei twitter ist komplett ausreichend und kann viel Interesse auf sich ziehen. Natürlich spielt bei einem Obama ein völligst anderer Hype eine Rolle als dies ein deutscher Lokalpolitiker erwarten kann. Auch auf twitter macht Prominenz Eindruck, das zeigt die Vielzahl der Fake-Accounts.

Bottom Line: Weniger typisch-deutsche Skepsis, weniger Vorurteile, sondern lieber ausprobieren, neugierig sein, “lernen wollen”, so müsste Politiker an die Sache heran gehen.

Dabei viel Glück, ich mach derweil mal hier weiter…

Und hier noch ein aufgeschnapptes Zitat von Marx ohne wirklich kausalen Zusammenhang (wir im Netz dürfen das!):

Die Bourgeoisie reißt durch die rasche Verbesserung aller Produktionsinstrumente, durch die unendlich erleichterte Kommunikation alle, auch die barbarischsten Nationen in die Zivilisation.

Achso, summa summarum war es toll und viele interessante Menschen vor Ort – danke an die Orga!