Was alles noch zu tun wäre

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Toller Sonnensonntag vor der Haustür, die viel zu dicke REVUE in der Hand. Darin wie immer alles Neue: Maker Movement, Burning Man (immer wieder neu!), “erstarrte Gemeinschaften”, Community ABC. Was man nicht noch alles tun könnte. Ich zum Beispiel:

  • Ein Paar schöne Schuhe kaufen
  • Das Unternehmen umbauen
  • Pflanzen auf den Balkon
  • Fundraisen
  • Mehr lesen
  • Body builden
  • Wieder schreiben
  • Toll präsentieren lernen
  • Eine Expertise entwickeln
  • Umziehen oder umbauen
  • Leute einladen
  • Geschäfte führen
  • Kochen können
  • Universität im Wedding gründen
  • Es allen Recht machen
  • Bilderrahmen kaufen
  • Bücherregal bauen
  • Ca. 50 Notizen auf dem iPhone ansehen
  • Etwas aus den 1.353 Bookmarks machen
  • Einen Schritt nach vorn tun
  • Drei Steuererklärungen nachreichen
  • Vorsorgen
  • Pausieren

 

An alle Graswurzeln:

Christoph hat mich zu seiner KarmaKonsum im Mai eingeladen, dort soll ich in einem Panel mit (vorrangig) Wirtschaftsvertretern als Sprecher der “Graswurzelbewegung” auftreten. Nun ist ja bekanntlich kein Mensch allein vertretungsberechtigt für tausende Aktivisten, Themen und Aktionen. Deshalb einige Fragen an alle da draußen, die sich als “Graswurzel” fühlen:

1. Wie siehst du als Aktivist die Rolle der Mainstream-Wirschaft zum Thema Nachhaltigkeit?

2. Vor welchen Herausforderungen steht die Wirtschaft? Vor welchen die Grassroots-Bewegung?

3. Wie können Kooperationen entstehen? Welche Kooperationen gibt es?

Ich danke euch sehr für eure Meinungen hier drunter in Form von Kommentaren!

Totengräber Shell

UPDATE: Kulluk sicher im Hafen gelandet, zum Glück. Dennoch: Die mangelnde Sicherheit bei Ölfirmen scheint Methode zu haben, in den Büchern “Story Wars” und “Resilience” wird das systematische Ignorieren von Warnmeldungen beschrieben, da diese Maßnahmen eben Geld kosten würden. Interne Kritik wird dabei nicht gern gesehen und behindert die Karriere…

Die Ölplattform Kulluk südlich von Alaska ist auf Grund gelaufen, bislang sind die 570.000 Liter Diesel und 45.000 Liter Öl zum Glück noch in den Tanks eingeschlossen. Die wiederholten Fehler des Betreibers Shell bei Bohrungen in der Arktis vergleicht das Magazin Grist mit der Leistung eines Totengräbers:

Imagine, if you will, a gravedigger employed at a cemetery. Once hired, he loses his shovel. He spills a chemical that kills a bunch of grass. He creates air pollution (interpret this as you will). He doesn’t get his work done in time. Then he loses another shovel. How long do you think it would be before the cemetery suggested he seek employment elsewhere?

Here’s the difference between that hypothetical and the case of Shell: Imagine that the gravedigger gave massive financial contributions to the cemetery’s board and spent $10.8 million persuading them to let him keep his job. Think that might do the trick?

Bookswapping 2013

UPDATE: Mehr dolle Bücher bei Dominik und generell auf der Plattform Bookmooch.

Ich suche diese Bücher zum Tausch oder gegen Spende:

  • Die Ökonomie von Gut und Böse, Sedlacek
  • Religion for Atheists, Alain de Botton
  • Wenn das Schlachten vorbei ist, Boyle
  • Die Vermessung der Welt, Kehlmann (danke, Sandra)
  • Radikal führen, Sprenger

Ich biete diese Bücher zum Tausch oder gegen Spende:

  • Reality is Broken: Why Games Make Us Better, McGonigal
  • Wikinomics, Tapscott
  • Rework, Fried/Hansson
  • Blue Ocean Strategy, Kim/Mauborgne
  • Anleitung zum Müßiggang, Hodgkinson
  • Kein Brot für die Welt, Bommert
  • Freiheit, Franzen (sehr gut und sehr dick)
  • Der Gott der kleinen Dinge, Roy
  • Die Enden der Welt, Willemsen

Das Gute am Militär

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1. Die haben das Internet erfunden

2. Werden sie auch eine emissionsfreie, autarke Energieversorgung vorantreiben?

Das wird zumindest im Buch Resilience angedeutet, das ich über die Feiertage lese. Darin werden verschiedenste Phänomene wie Korallenriffe, Tuberkulose oder Terrornetzwerke untersucht und auf den Begriff der “Resilienz” hin untersucht, d.h. die Widerstandsfähigkeit eines Systems ggü. Störungen von außen. These: In unserer chaotischen, hyperdependenten Welt müssen wir transparente, dynamische, modulare (etc.) Systeme bauen, um gegen unvermeidliche Dauerkrisen und steigende Komplexität gewappnet zu sein.

Zurück zur Überschrift: Das Bild stammt von CNN und beschreibt auf den Punkt das Problem. Laut “Resilience” und einer Studie von 2009 gab es je 24 Benzinkonvois des US-Militärs in Afghanistan im Schnitt 1 Todesfall. Über 750.000 Liter Treibstoff verbrauchte die Mission außerdem pro Tag. Das Programm Net Zero sorgt nun dafür, das US-Basen im Feindesland u.a. über regenerative Microgrids oder Solarplanen, die man über Zelte wirft,  versorgt werden.

Der Krieg wird also sauberer. In einem anderen Beispiel beschreibt das Buch außerdem, wie das US-Militär seine Strategie gegen Al-Kaida ändert: Indem sie selbst kleinere, autarkere Kommandos bilden, die nach längeren Phasen der Beobachtung und Vernetzung mit der Bevölkerung (Informationsbeschaffung) schließlich gezielter zuschlagen. Das heißt dann “outpost & outreach” statt “shock & awe”.